Glasgow/Oldenburg - Mit einem knappen Sieg beim Länderkampf in Glasgow haben sich die deutschen Leichtathleten Selbstvertrauen für die Hallensaison geholt. Das junge Team des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) gewann den Vergleich am Sonnabend mit 50 Punkten vor Großbritannien, Frankreich (jeweils 49) und Schottland (35). „Wir sind in Glasgow mit einem guten Omen in die Saison eingestiegen. Für den Auftakt ist so ein Teamwettbewerb sehr geeignet“, sagte DLV-Cheftrainer Idriss Gonschinska.
In den 16 Disziplinen gab es vier Siege der deutschen Teilnehmer, dazu fünf zweite und vier dritte Plätze. Ex-Europameisterin Verena Sailer aus Mannheim brachte den DLV mit einem ungefährdeten Sprinterfolg über 60 Meter in 7,27 Sekunden erstmals in Führung. Für weitere Einzelerfolge sorgten Weitspringer Julian Howard (Karlsruhe) mit 7,81 Metern, 800-Meter-Mann Robin Schembera (Leverkusen) in 1:48,41 Minuten und 1500-Meter-Läufer Florian Orth (Regensburg) in 3:40,20 Minuten.
Den Schlusspunkt setzten die 4 x 400-Meter Staffeln der Frauen und Männer: Als jeweils Dritte holten die DLV-Quartette die notwendigen Zähler, die zum deutschen Gesamterfolg reichten. Ruth Spelmeyer vom VfL Oldenburg war bei der Staffel nicht dabei. Sie hatte zuvor im Einzelwettbewerb über 400 Meter in guten 53,97 Sekunden den vierten Rang belegt.
Derweil flog Stabhochspringer Renaud Lavillenie schon wieder über die magische Sechs-Meter-Marke. Der Olympiasieger aus Frankreich gewann mit dieser Höhe das Meeting in Rouen und setzte einen Maßstab für die Hallen-EM Anfang März in Prag. Weltmeister Raphael Holzdeppe (LAZ Zweibrücken) wurde mit 5,60 Metern Fünfter. Er blieb zwar fünf Zentimeter unter der DLV-Norm für Prag, zeigte aber nach seinem misslungenen Wettkampf-Jahr 2014 ansteigende Form.
Hinter Renaud Lavillenie landeten dessen Bruder Valentin und der Pole Piotr Lisek (beide 5,70). Das Frauen-Springen gewann die Griechin Nikoleta Kyriakopoulou (4,67). Die Leverkusenerin Katharina Bauer wurde mit 4,43 Metern Fünfte. Beim Meeting in München gab Hallen-Vize-Europameisterin Corinna Harrer ein überzeugendes Comeback: Nach ihrem Ermüdungsbruch im Vorjahr lief die Regensburgerin die 1500 Meter in 4:18,56 Minuten.
