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NWZonline.de Sport Leichtathletik

Das sind die Höhepunkte der Wüsten-WM

27.09.2019

Doha Die beste deutsche Weitspringerin seit Heike Drechsler, zwei Ausnahme-Läuferinnen und Speer-Weltklasse im Dreierpack: Die deutschen Leichtathleten starten mit großen Hoffnungen bei der an diesem Freitag beginnenden WM in Doha. Unter erschwerten Wüstenbedingungen sind die 2019 ungeschlagene Malaika Mihambo, die nimmermüden Konstanze Klosterhalfen und Gesa Felicitas Krause sowie Johannes Vetter als einziger deutscher Titelverteidiger die Trumpfkarten. Das sind aus unserer Sicht die Höhepunkte der Leichtathletik-WM:

100 Meter Männer
(Samstag, 21.15 Uhr/ZDF)

Usain Bolt ist erstmals seit 2003 nicht bei einer WM dabei – das Showtalent aus Jamaika wird fehlen. Zumal der große Favorit in diesem Jahr für negative Schlagzeilen sorgte. Der US-Amerikaner Christian Coleman verpasste drei Dopingtests innerhalb eines Jahres und musste eine Sperre befürchten. Doch ein Formfehler verhinderte das WM-Aus. Da hilft es auch nicht wirklich, dass sein Konkurrent und Titelverteidiger Justin Gatlin noch schlechter beleumundet ist: Er war in seiner Karriere bereits zweimal gesperrt. Trotz allem: Auch in diesem Jahr wird das 100-Meter-Finale die Fans wieder elektrisieren. Vielleicht macht auch ein dritter US-Amerikaner das Rennen: Der 21-jährige Noah Lyles beeindruckte jüngst mit extrem schnellen Zeiten. Ihn muss man – übrigens auch auf den 200 Metern – auf dem Zettel haben.

4x400 meter Mixed
(Sonntag, 21.35 Uhr, ARD)

Ganz neu im WM-Programm ist die gemischte Staffel über 4x400 Meter. Da die deutschen 4x400-Meter-Frauen die Qualifikation für die WM verpassten hatten, hoffte Ruth Spelmeyer vom VfL Oldenburg auf eine Nominierung für die Mixed-Staffel. Nachdem die dreimalige deutsche Meisterin und Olympia-Halbfinalistin von Rio 2016 aber nach einer langen Verletzung noch nicht wieder richtig in Form ist und bei den deutschen Titelkämpfen nur Fünfte wurde, nominierte der DLV drei andere Läuferinnen – unter anderem Spelmeyers 19-jährige Trainingspartnerin Luna Bulmahn vom VfL Hannover, die in diesem Sommer deutsche Meisterin über die 400 Meter geworden war.

3000m Hindernis Frauen (Montag, 20.50 Uhr/ZDF)

Zweimalige Europameisterin ist Gesa Felicitas Krause bereits, dazu gewann die 27-Jährige 2015 völlig überraschend WM-Bronze – und auch diesmal ist Krause die deutsche Hoffnung. Zumal sie sich derzeit in der Form ihres Lebens befindet. Ende August verbesserte sie ihren eigenen deutschen Rekord, wahrscheinlich wird dieser in Doha fallen müssen, um auf dem Podest zu landen. Denn die Konkurrenz ist stark: Vor allem die Kenianerinnen sind traditionsgemäß superschnell, auch Titelverteidigerin Emma Coburn aus den USA will nach ihrem Coup 2017 erneut überraschen. Apropos WM 2017: Dort stürzte Krause unverschuldet, rappelte sich wieder auf und lief auch ohne Medaille in die Herzen des Publikums.

Stabhochsprung Mä.
(Dienstag, 19.05 Uhr/ARD)

Bei der EM im vergangenen Jahr verzauberte der damals 18-jährige Schwede Armand Duplantis mit seinem Goldsprung über 6,05 Meter das Berliner Olympiastadion. In diesem Jahr tritt in Doha das womöglich stärkste Feld der Geschichte an: Drei Springer übertrafen 2019 die Sechs-Meter-Marke (neben Duplantis sind das der Pole Piotr Lisek und der US-Amerikaner Sam Kendricks), dazu kommen weitere Hochkaräter wie Weltrekordler Renaud Lavillenie aus Frankreich. Der Stabhochsprung könnte eines der Highlights der WM werden. Und die Deutschen? „Ich möchte definitiv in die Top 5“, sagte Ex-Weltmeister Raphael Holzdeppe. Das wird definitiv ein schwieriges Unterfangen.

Zehnkampf Männer (ab Mittwoch, 15.35 Uhr, ARD)

Die „Könige der Athleten“ krönen ihren Besten – und eigentlich kann dies nur Weltrekordler Kevin Mayer sein. Doch auch der Franzose muss erst einmal fehlerfrei durchkommen, bei der EM in Berlin leistete er sich drei ungültige Versuche im Weitsprung – allerdings ging er damals voll auf Weltrekord. Auch die Deutschen haben trotz der Absagen von Europameister Arthur Abele und Vize-Weltmeister Rico Freimuth Medaillenchancen. Der WM-Dritte Kai Kazmirek und Youngster Niklaus Kaul können das Podest erreichen.

1500m/5000m Frauen
(5. Oktober, 19.55 Uhr/ARD)

Läuft Konstanze Klosterhalfen die 1500 oder die 5000 Meter? Noch lässt sich der deutsche Shootingstar nicht in die Karten schauen. So oder so: Die Leverkusenerin gehört nach ihrer famosen Saison zu den Medaillenanwärterinnen. Drei deutsche Rekorde verbesserte sie. Seit dem vergangenen Jahr trainiert sie unter hochprofessionellen Bedingungen beim umstrittenen Nike Oregon Project. Dennoch wird sie es gegen die Konkurrenz aus Kenia und Äthiopien schwer haben.

4x100 meter Frauen
(5. Oktober, 21 Uhr/ARD)

Vor zwei Jahren verpasste die deutsche Staffel eine Medaille als Vierte äußerst knapp, diesmal soll es besser laufen. Auch wenn die Konkurrenz stark ist. Eine der großen Nationen USA, Großbritannien und Jamaika muss das DLV-Quartett um Gina Lückenkemper und Tatjana Pinto hinter sich lassen. Das ist schwer – aber möglich.

Weitsprung Frauen (6. Oktober, 18.15 Uhr/ZDF)

Weltjahresbeste, Diamond-League-Siegerin, ungeschlagen im Jahr 2019: Europameisterin Malaika Mihambo reist auch zur WM als große Favoritin. Doch die vielseitig interessierte Sportlerin – sie spielt gerne Klavier und arbeitet bei einer NGO – weiß auch außerhalb der Weitsprunggrube zu überzeugen. Im Vorfeld sprach sie die Missstände im Gastgeberland Katar offen an, im Gegensatz zu vielen anderen Leichtathleten: „Als Athlet wird man sicherlich sehr gute Bedingungen vorfinden. Als Gastarbeiter, der beim Stadionbau geholfen hat, ist es wahrscheinlich etwas anders“, sagte sie über das Land, das seit Jahren massiv in der Kritik steht.

Speerwurf Männer
(6. Oktober, 19 Uhr/ZDF)

Olympiasieger und Europameister Thomas Röhler, Titelverteidiger Johannes Vetter: Zuletzt ging bei internationalen Meisterschaften die Goldmedaille öfter nach Deutschland. Doch die DLV-Athleten haben ihre Dominanz etwas eingebüßt, bester Werfer in diesem Jahr ist der Este Magnus Kirt. Ein Sieger ist aber in Doha gar nicht am Start: Bernhard Seifert, in diesem Jahr drittbester Deutscher und ursprünglich nominiert, verzichtete zugunsten von Julian Weber auf seinen Startplatz, die Form stimmt nicht. Eine große Fair-Play-Geste.

Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
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