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NWZonline.de Sport Leichtathletik

Leichtathletik: Mit 21 bereit für großen Wurf

02.10.2019

Doha Als der junge Frank Busemann frech-forsch die Zehnkampf-Welt aufmischte, war Niklas Kaul noch nicht geboren. Dennoch ist dem 21-jährigen Mainzer der legendäre Silber-Wettkampf des damals gleichaltrigen Busemann bei Olympia 1996 in Atlanta ein Vorbild. „Wir wollten beide schon in jungen Jahren die Großen und Alteingesessenen ärgern. Ihm ist das dort gelungen, und ich hoffe, mir gelingt es zuerst in Doha und dann auch in Tokio“, sagte Kaul vor seiner WM-Premiere.

Das junge Supertalent ist bei der zweitägigen Kraftprobe, die an diesem Mittwoch (15.35 Uhr) mit dem 100-Meter-Sprint beginnt, der Hoffnungsträger im dezimierten deutschen Zehnkampf-Team. Europameister Arthur Abele hat die Saison ebenso vorzeitig beendet wie Vizeweltmeister Rico Freimuth, der sich danach noch einen Kreuzbandriss zuzog. Bleiben an vorderster Front Kai Kazmirek, der WM-Dritte von London 2017, und eben Kaul.

„Ich will in Doha Spaß am Zehnkampf haben“, sagte Kaul, für ihn ist die Weltmeisterschaft ein Bonus: „Meine großen Ziele für dieses Jahr waren der U23-EM-Titel und die Olympia-Norm. Jetzt muss ich sehen, was bei der WM geht. Wenn ich noch einmal in Regionen wie bei den U-23-Europameisterschaften vorstoßen kann, dann schauen wir, wie viele vor mir sind.“

Auf 8572 Punkte steigerte Kaul seine Bestleistung bei den Nachwuchs-Titelkämpfen in Schweden, weltweit liegt er damit auf Platz zwei – der Weltrekordler und haushohe WM-Favorit Kevin Mayer (Frankreich) hat 2019 allerdings noch keinen Zehnkampf bestritten. Von Busemanns Hausrekord aus Atlanta (8706) ist Kaul nicht mehr weit entfernt.

„Niklas weiß, wie Zehnkampf geht – ich wusste das damals nicht“, sagte Busemann: „Vor Atlanta hatte ich erst vier Zehnkämpfe absolviert und bin total unbedacht und ohne Druck in den Wettkampf gegangen. Letztes Jahr habe ich Niklas bei der EM in Berlin erlebt und war sehr beeindruckt, wie abgeklärt er bereits ist. Als wäre er schon zehn Jahre auf höchstem Niveau dabei. Wäre ich mit 25 mental genauso stark gewesen, wäre meine Karriere auch anders weitergegangen.“

Busemann konnte auch verletzungsbedingt nicht an die Atlanta-Form anknüpfen, Kaul wirkt hingegen körperlich stabil, entwickelt sich ständig weiter: Jugend-Weltmeister 2015, U-20-Weltmeister 2016 – und im Vorjahr in Berlin mit gerade einmal 20 Jahren schon EM-Vierter bei den Großen. Dass sich der raketenhafte Aufstieg aber irgendwann zumindest verlangsamt, das weiß auch Kaul.

„Ich bin mittlerweile in einem Alter, in dem man nicht mehr einfach so 150 oder 200 Punkte pro Jahr drauflegt“, sagte er: „Ich hoffe, dass ich irgendwann in Franks Regionen vorstoßen kann, idealerweise 2020 bei Olympia in Tokio oder 2024 in Paris.“

Busemann traut Kaul wie dessen erfahrenem Teamkollegen Kazmirek (28) schon in Doha durchaus einen Coup zu. „Mayer ist auf dem Papier der Stärkste, dann kommen schon die Deutschen. Niklas ist mit seiner Vorleistung ein Medaillenkandidat“, sagte der 44-Jährige.

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