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NWZonline.de Sport Leichtathletik

Stotterstart für deutsches Team

30.09.2019

Doha Die deutschen Leichtathleten sind bei der Hitze-WM längst noch nicht auf Betriebstemperatur. „Wir haben viele positive Leistungen erlebt, aber auch den einen oder anderen Rückschlag“, sagte Idriss Gonschinska, Generaldirektor des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, am Sonntag. Zu recht lobte der Spitzenfunktionär aber Carl Dohmanns siebten Platz beim quälenden 50-Kilometer-Gehen mitten in der Nacht als „fantastische Leistung“. Bei Temperaturen um 40 Grad gab es wie beim Marathon der Frauen zahlreiche Aufgaben.

Wichtige Entscheidungen am Montag

Imke Onnen aus Hannover hat den Einzug in das Hochsprung-Finale am Montag (19.30 Uhr/alle Entscheidungen im ZDF) geschafft. Die Schwester des WM-Siebten von 2007 Eike Onnen hat dort aber wohl nur Außenseiterchancen.

Für Martin Wierig gilt im Diskuswerfen der Männer (20.15 Uhr) dasselbe. Olympiasieger Christoph Harting scheiterte im Vorkampf.

Gesa Felicitas Krause ist in blendender Form und könnte über 3000 m Hindernis (20.50 Uhr) die favorisierten Afrikanerinnen ärgern.

Einen Weltrekord könnte es über 400 m Hürden (21.40 Uhr) geben. Favorit ist Karsten Warholm (Norwegen).

„Ich glaube, dass man in mehreren Jahrzehnten noch über diesen Wettkampf sprechen wird. Dass es so hart wird, dass es keiner unter vier Stunden schafft, das habe ich als Athlet noch nicht erlebt“, sagte Dohmann. Teamkollege Jonathan Hilbert meinte: „Es war eine Grenzerfahrung.“

Die erforderliche Robustheit ging so manchem anderen DLV-Athleten im temperierten Khalifa-Stadion ab. Langstrecken-Ass Richard Ringer schied im 5000-Meter-Vorlauf in ganz schwachen 13:49,20 Minuten aus, war „total frustriert“ und möchte nun analysieren, was bei ihm schiefgelaufen ist. Diskus-Olympiasieger Christoph Harting scheiterte mit 63,08 Metern in der Qualifikation. Seit seinem Gold-Coup von Rio de Janeiro 2016 brachte der Berliner international nichts mehr auf die Reihe.

Aber auch bei Olympia in nur zehn Monaten in Tokio sind Hitze und noch höhere Luftfeuchtigkeit angesagt. „Da wird es noch viel schlimmer“, sagte der Deutsch-Amerikaner Sam Parsons nach seinem 5000-Meter-Vorlauf-Aus.

Eine andere Langstreckenläuferin erlebte den bittersten Abend ihrer Karriere: Die 22-jährige Alina Reh (Ulm) musste nach 13 von 25 Runden über 10 000 Meter wegen Magenkrämpfen aufgeben und im Rollstuhl in die Katakomben gebracht werden. 3200 Meter lang war sie am Anfang zur Überraschung aller vornweg gelaufen. Zuvor hatte sich die deutsche 4x400-Meter-Mixed-Staffel bei der WM-Premiere im Vorlauf sang- und klanglos verabschiedet.

Zwei Jahre nach dem Karriereende von Superstar Usain Bolt krönte sich Christian Coleman erstmals zum 100-Meter-Weltmeister. Der 23-jährige Amerikaner rannte nach 9,76 Sekunden ins Ziel. Der Mann aus Atlanta hatte bereits bei der WM 2017 in London als Zweiter Bolt geschlagen. Jetzt gehörte die große Sport-Bühne ganz ihm. Coleman gewann sicher in Weltjahresbestzeit vor seinem Landsmann und Titelverteidiger Justin Gatlin. Mit 37 Jahren war der Altstar immer noch 9,89 Sekunden schnell.

Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
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