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NWZonline.de Sport Leichtathletik

LEICHTATHLETIK: Entlassener Trainer will Job statt Geld

17.02.2009

DARMSTADT Der juristische Streit zwischen dem dopingbelasteten ehemaligen DDR-Trainer Werner Goldmann und dem Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) geht in die zweite Runde. Die Parteien konnten sich beim Gütetermin vor dem Arbeitsgericht Darmstadt am Montag nicht einigen. Der Vorsitzende Richter Sebastian Langendorf setzte einen Kammertermin für den 9. April an.

Dort wird der DLV auch nachweisen müssen, dass der frühere Bundestrainer aus Berlin, für dessen Weiterbeschäftigung sich die komplette deutsche Werferelite stark gemacht hatte, eine Doping-Vergangenheit hat.

„Mein Mandant ist mit Leib und Seele Trainer. Deshalb möchte er als Trainer weiterarbeiten und keine Geldlösung“, sagte Goldmanns Anwalt Reinhardt Kuznik. Der DLV hatte Ende 2008 den Zwei-Jahres-Vertrag von Goldmann auf Anraten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) nicht verlängert und vorsichtshalber auch gekündigt.

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Vorwürfe zurückgewiesen

Der 59-Jährige war erneut in die Kritik geraten, weil der ehemalige Kugelstoßer Gerd Jacobs behauptet hatte, Goldmann habe ihm in den 80er Jahren Anabolika verabreicht. Der Trainer, der 1988 Kugelstoßer Ulf Timmermann zu Olympia-Gold geführt hatte, bestreitet dies und hat vor den Olympischen Spielen in Peking die vom DOSB geforderte Ehrenerklärung unterschrieben, dass er nie etwas mit Doping zu tun hatte. Jacobs ist heute ein anerkanntes DDR-Dopingopfer.

„Wir haben ja ein gewisses Forum hier, Herr Goldmann: Haben Sie Herrn Jacobs nun Dopingmittel gegeben?“, fragte DLV-Anwalt Georg Engelbrecht den Kläger direkt. Goldmann antwortete jedoch nicht. Gegen den Coach von Diskus-Vizeweltmeister Robert Harting war die Staatsanwaltschaft Berlin bereits Ende der 90er Jahre tätig, hatte die Ermittlungen jedoch gegen eine Geldauflage eingestellt. Goldmann hatte beim DLV seit 1991 acht Verträge. Die Kommission des DOSB unter dem Vorsitz des früheren Bundesverfassungsrichters Udo Steiner hatte dem DLV empfohlen, die Zusammenarbeit mit Goldmann zu beenden.

Werfer unterstützen Trainer

Harting hatte den Verband für sein Vorgehen massiv kritisiert und „einen klaren Deal“ gefordert. In einem offenen Brief hatten sich insgesamt 20 Werfer – darunter Diskus-Weltmeisterin Franka Dietzsch und Speerwerferin Christina Obergföll – für Goldmann eingesetzt.

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