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NWZonline.de Sport Leichtathletik

Doping: Funktionär verrät Kontrollen

08.08.2016

Rio De Janeiro Nach dem Doping-Skandal um Russland sorgen nun Kenia und Olympia-Gastgeber Brasilien für Unruhe und Besorgnis während der Rio-Spiele. Kenias Leichtathletik-Chef Michael Rotich musste sein Zimmer im Olympischen Dorf wegen des Verdachts auf Doping-Beihilfe verlassen. „Wir haben sofort reagiert und den Teammanager zurückgezogen, so dass wir untersuchen können, welche Rolle er spielt“, bestätigte Evans Bosire, Sprecher des nationalen Verbandes Athletics Kenya (AK) der „Sunday Times“.

Spitzenfunktionär Rotich war am Sonnabend in einem in Zusammenarbeit der englischen Zeitung mit der ARD entstandenen Fernsehbericht beschuldigt worden, gegen Geldzahlungen Sportlern seines Landes verraten zu haben, wann sie Dopingkontrollen zu erwarten haben. In dem Film wird Rotich gezeigt, wie er in einem mit versteckter Kamera gefilmten Gespräch sagt, dass er zwölf Stunden vorher wisse, wann Dopingtests stattfinden würden. Auf die Frage, ob er dieses Wissen für drei Monate gegen eine Pauschale von 9000 Pfund (rund 10 600 Euro) weitergeben würde, antwortete er: „Sagen wir 10 000 Pfund.“

Dies seien schwerwiegende Anschuldigungen. Deshalb könne man nicht dulden, dass „jemand mit so einem Charakter unser Team managt“, erklärte Bosire: „Wir können das nicht unter den Teppich kehren.“ Wie der Verbandssprecher weiter sagte, werde nun geprüft, ob man die Sache der Polizei übergebe. Die Entscheidung, Rotich nach Hause zu schicken, sei zusammen mit dem Nationalen Olympischen Komitee Kenias getroffen worden.

Für große Verwunderung sorgt, dass Olympia-Gastgeber Brasilien kurz vor den Sommerspielen für einen Monat die Dopingtests eingestellt hat. Einen entsprechenden Bericht der britischen Zeitung „Times“ bestätigte das Sportministerium. Das Internationale Olympische Komitee IOC, dass im russischen Doping-Skandal unter Druck geraten ist, findet diese Kontrolllücke nicht so erheblich. „Wir vertrauen sehr darauf, dass die Brasilianer ordnungsgemäß getestet wurden“, sagte IOC-Sprecher Mark Adams.

Im Judo gab es derweil die erste Medaille für das nach den Staatsdoping-Vorwürfen umstrittene Russen-Team. Beslan Mudranow gewann am Sonnabend das Finale in der Klasse bis 60 Kilogram. „Natürlich bedeutet diese Medaille viel für unser Land“, sagte der dreimalige Europameister. „Das war nicht unser letztes Gold in Rio“, versprach der Judoka kämpferisch, was wie eine Drohung klang.

Laut IOC sind 278 russische Athleten in Brasilien zugelassen. Auf der offiziellen Mannschaftsliste stehen nun unter anderen Schwimm-Weltmeisterin Julija Jefimowa sowie ihre Kolleginnen Darja Ustinowa und Natalia Lowzowa. Jefimowa zum Beispiel war schon für 16 Monate wegen Dopings gesperrt worden.

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