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NWZonline.de Sport Leichtathletik

Ruth Spelmeyer startet wieder richtig durch

02.11.2018

Hannover /Oldenburg Das tägliche Training ruft, das Studium geht wieder richtig los – der Alltag ist zurück. Endlich! – findet Ruth Spelmeyer.

Rückblick ins Frühjahr: Ruth Spelmeyer ist fit, sie ist fokussiert. Sie will zur Europameisterschaft der Leichtathleten nach Berlin und dort ins Finale über ihre Spezialstrecke, die 400 Meter. Dafür tut die Sprinterin vom VfL Oldenburg alles: Sie trainiert hart, sogar ein Urlaubssemester hat die Psychologie-Studentin genommen, um sich voll auf das Training und die EM zu konzentrieren. Doch plötzlich ist alles aus: Eine Stressreaktion im Schambein zwingt sie zur Ruhe. Sie muss die Saison beenden, noch ehe sie überhaupt richtig begonnen hat.

Zum Zuschauen verdammt

„Ich hatte von einem Tag auf den anderen keine Aufgabe mehr, keine Routine“, erzählt Spelmeyer, die im Sommer zum Zuschauen verdammt war – bei den deutschen Meisterschaften, bei denen sie in den drei Jahren zuvor jeweils den Titel über 400 Meter gewonnen hatte, wie auch bei der Heim-EM in Berlin.

Jetzt aber ist die Verletzung verheilt. „Ich bin ganz normal im Training, ich studiere wieder. Alles geht wieder seinen gewohnten Gang“, berichtet die 28-Jährige, die sehr froh darüber ist: „Ich weiß wieder, warum ich das mache. Das ist sehr beruhigend.“

Herausforderung und Kameradschaft

Die „freie Zeit“ vor der Vorbereitung auf die WM-Saison 2019 hat Spelmeyer aber noch genutzt – und ihre Grundausbildung bei der Bundeswehr absolviert. Die Kader-Athletin hatte sich Anfang des Jahres für die Sportfördergruppe beworben und im Sommer die Zusage erhalten. „Ich will mehr finanzielle Sicherheit reinbringen“, begründete Spelmeyer diesen Schritt.

Die sechswöchige Ausbildung war auch für die Hochleistungssportlerin eine Herausforderung – und ein Stresstest für den zuvor verletzten Körper. Es wurde zwar wenig gesprintet, aber dafür viel marschiert. Spelmeyer hat die Zeit jedoch gefallen: „Ich musste mich erstmal an den Tonfall gewöhnen, aber es ist gut, das gemacht zu haben. Man hat viel gelernt – und das Kameradschaftsgefühl war sehr schön. Da sind auch viele junge Athleten, und alle haben sich unterstützt.“

Lange nicht „schnell fortbewegt“

Jetzt aber muss sie nur noch ab und zu zu ihrer Stammeinheit nach Warendorf (Nordrhein-Westfalen), und kann sonst in Ruhe studieren und trainieren. Bei letzterem hat sie durch den langen Ausfall auch noch etwas aufzuholen: „Ich merke natürlich, dass ich mich lange nicht schnell fortbewegt habe“, formuliert Spelmeyer es allgemein.

Doch sie ist guten Mutes: „Das kommt schon noch“, sagt sie – und meint die Fitness. Den Fokus auf ihr viertes DM-Gold und die WM 2019 in Doha hat sie längst wieder.

Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
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