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NWZonline.de Sport Leichtathletik

Sebastian Kienle führt Feld der Herausforderer an

12.10.2018

Kailua Kona Die Wettquoten auf Jan Frodeno wären am Abend des 2. September noch ziemlich niedrig gewesen. Kaum einer hätte auf einen anderen als Sieger der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii gesetzt, hatte der Kölner doch gerade die WM über die halbe Distanz in Südafrika gewonnen und die laut Experten „beeindruckendste Performance“ auf dieser Distanz überhaupt abgeliefert. Doch wenige Tage später sah alles anders aus: Stressfraktur im Becken, der Hawaii-Sieger von 2015 und 2016 Frodeno muss eine bis dahin perfekte Triathlon-Saison beenden.

Schlecht für Frodeno – gut für die Spannung des Rennens über 3,86 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen an diesem Sonntag (6.35 Uhr Ortszeit/hier 12 Stunden früher), mögen einige denken. Denn ein klarer Favorit ist kaum noch auszumachen. Vorjahressieger Patrick Lange konnte bei seinen Rennen in diesem Jahr keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Und die Konkurrenz ist groß. Ein Überblick:

Patrick Lange

Der Titelverteidiger gewann 2018 keines seiner großen Rennen, landete bei der 70.3-Distanz im Kraichgau nur hinter Frodeno und bei der Ironman-EM in Frankfurt hinter Frodeno und dem Schweden Patrik Nilsson. Jedoch muss man mit dem 33-Jährigen rechnen. Frodeno sagte über ihn, er könne „seine guten Leistungen in Europa“ nahezu 1:1 unter den höllisch heißen Bedingungen auf „Big Island“ umsetzen – vor allem beim Laufen. Bei seiner Hawaii-Premiere 2016, als er hinter Frodeno und Kienle Dritter wurde, verbesserte er den Marathon-Streckenrekord auf 2:39:45 Stunden.

Der Sieger von 2014 steht auf Hawaii seit seinem Triumph im Schatten von Frodeno und Lange, wurde in den Jahren danach Achter, Zweiter und Vierter. Doch der „German Überbiker“ hat mit seinem Sieg bei der Challenge Roth im Juli in starken 7:45:38 Stunden ein dickes Ausrufezeichen gesetzt und ist laut eigener Aussage „sehr, sehr gut“ vorbereitet. Der 34-Jährige ist jedoch nicht der beste Schwimmer und auch läuferisch nicht so stark wie Lange. Er muss deshalb seine Qualität auf dem Rad ausspielen.

Lionel Sanders

Den Vorjahreszweiten muss man auf der Rechnung haben. Der Kanadier ist mental unglaublich stark. Einen letzten Test-Ironman im September hat er jedoch wegen einer zu krassen Ernährungsumstellung vergeigt. Wenn er sich nicht selber schlägt, wird es für die Konkurrenten schwer.

javier Gomez

Der Spanier war mehrmals Weltmeister auf der halben Distanz. Der Hawaii-Neuling wäre zwar der erste Triathlet, dem bei seinem Debüt der Triumph gelänge, aber wenn das Kunststück einem zuzutrauen ist, dann wohl ihm.

...und einige mehr...

Auch der Vorjahresdritte David McNamee, sein britischer Landsmann Tim Don, der US-Amerikaner Ben Hoffman und einige mehr können um den Sieg kämpfen. Die Deutschen Maurice Clavel, Andreas Dreitz und Marc Dülsen haben nur Außenseiterchancen.

Mathias Freese
Redakteur
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2032

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