KARLSRUHE - Mit 21,43 Metern ist der Deutsche derzeit die Nummer zwei der Weltrangliste. Nur der Amerikaner Reese Hoffa steht vor ihm.

von Peter Jury

KARLSRUHE - Der WM-Dritte Ralf Bartels aus Neubrandenburg hat mit 21,43 Metern im Kugelstoßen für das herausragende Ergebnis bei den 53. Deutschen Hallen-Meisterschaften in Karlsruhe gesorgt. Er meldete zwei Wochen vor den Welttitelkämpfen in Moskau nachhaltig Medaillenansprüche an. Auch die Stabhochspringer Tim Lobinger (Köln/5,80m) mit seinem fünften Titel und der erst 21-jährige Fabian Schulze (Kornwestheim/Ludwigsburg/5,75) zählen zu den Medaillenhoffnungen. Das Duo behauptete sich in einer spannenden Ausscheidung vor Björn Otto (Uerdingen/Dormagen/5,75) sowie Lars Börgeling (Leverkusen/5,60), die ebenfalls die WM-Norm erreichten.

Der 27-Jährige Bartels ist mit seiner Leistung aus dem letzten Versuch weltweit die Nummer zwei in dieser Saison hinter Reese Hoffa (USA/21,65) und drittbester Deutscher aller Zeiten in der Halle. „Dieses Ergebnis gibt mir viel Selbstvertrauen für die Hallen-WM. Das war ein optimaler Versuch, ich habe die Kugel sehr gut getroffen“, sagte er.

Zu den Spitzenwerten in der Europahalle zählte auch eine Jahresweltbestzeit der Olympia-Fünften Melanie Seeger im Gehen über 3000 m in 11:59,64 Minuten. Ein sportliches Ausrufezeichen setzte auch die 4x200-m-Staffel des TV Wattenscheid. Sie stellte in 1:23,98 Minuten einen deutschen Hallenrekord auf.

Den Favoritensiegen standen nur wenige Überraschungen gegenüber. Dazu gehörte Petra Lammert (Neubrandenburg) mit der deutschen Saisonbestmarke von 19,25 Metern im Kugelstoßen und einem Sieg gegen Nadine Kleinert (Magdeburg/18,62). Kleinert war zuvor die Bronzemedaille von der Hallen-WM 2004 in Budapest nachträglich überreicht worden. Siegerin Wita Pawlitsch (Ukraine) war wegen Dopings disqualifiziert worden.