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NWZonline.de Sport Leichtathletik

Untersuchungsbericht: Leichtathletik droht weiteres Doping-Beben

14.01.2016

München Die Sport-Welt blickt an diesem Donnerstag mit großer Spannung auf den kleinen Münchner Vorort Unterschleißheim. Dort wird um 15 Uhr der zweite Teil des Reports der Untersuchungskommission der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) zu Doping und Korruption in der Leichtathletik präsentiert.

Nach neuen Enthüllungen, wonach der Weltverband IAAF seit 2009 von systematischem Doping in Russland gewusst habe und seine Funktionäre mitgeholfen hätten, die Dimension vor den Olympischen Spielen 2012 in London zu vertuschen, dürfte die IAAF nun noch mehr zittern.

Ohnehin hatte Kommissionschef Richard Pound schon bei der Vorstellung des ersten Berichts zum Doping in Russland am 9. November 2015 einen „Wow-Effekt“ angekündigt.

Bei dem erwarteten zweiten Paukenschlag dürfte es auch um die Machenschaften des von der französischen Justiz wegen des Verdachts der Geldwäsche und der Bestechlichkeit angeklagten früheren IAAF-Präsidenten Lamine Diack (82) gehen. War es nur ein kleiner Kreis von Handlangern und Mitwissern um den Senegalesen, die positive Dopingproben gegen Bares vertuscht haben, oder gab es doch ein System der Korruption unter dem IAAF-Dach?

Am Montag hatte die IAAF das in einem Bericht an die Wada noch bestritten, einen Tag später weckten der Nachrichtenagentur AP zugespielte Berichte erhebliche Zweifel. Danach hätten schon 2009 Untersuchungen der IAAF anhand von exakteren Blutproben für den Athletenpass „schockierende Einsichten“ in den Umfang des russischen Dopings ermöglicht.

So schrieb der damalige IAAF-Generalsekretär Pierre Weiss an den inzwischen lebenslang gesperrten russischen Verbandspräsidenten Walentin Balachnitschjow, dass wegen der auch lebensbedrohlichen Blutwerte russischer Athleten „drastische Maßnahmen“ erforderlich seien. So hätten Tests bei der WM 2009 in Berlin, wo Russland 13 Medaillen gewann, Hinweise auf systematisches Blutdoping erbracht.

Das Pound-Gremium untersuchte Vorwürfe von ARD und der „Sunday Times“, die im August 2015 eine IAAF-interne Liste mit 12 000 Bluttests von 5000 Läufern aus den Jahren 2001 bis 2012 ausgewertet und bei rund 800 Athleten dopingverdächtige Werte entdeckt hatten.

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