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NWZonline.de Sport Leichtathletik

Löningerin legt Fokus voll auf das Laufen

11.07.2019

Löningen /Gävle An die U-23-EM vor zwei Jahren hat Lea Meyer sehr, sehr gute Erinnerungen. Im polnischen Bydgoszcz kam die Hindernisläuferin vom VfL Löningen in den Endlauf und rannte dort noch einmal Saisonbestzeit – besser geht es nicht. Diese Erinnerungen haben ihr sicher in den letzten Tagen vor ihrem Vorlauf über die 3000 Meter Hindernis bei der U-23-EM im schwedischen Gävle an diesem Donnerstag (ab 17.55 Uhr) geholfen. Denn die liefen „nicht perfekt“, wie die 21-Jährige erzählt.

„Ich war krank und hatte keine Stimme – aber seit Anfang der Woche geht es mir wieder ganz gut“, sagte sie nach ihrer Ankunft in Schweden am Dienstagnachmittag. Bis zum Vorlauf ist also noch etwas Zeit – bis zum Endlauf am Samstag sowieso. Und der ist das Ziel. „In den Endlauf will ich definitiv wieder kommen“, sagt die deutsche U-23-Meisterin über die „Böcke“.

Finaleinzug 2017 absolutes Highlight

Vor zwei Jahren war allein die Qualifikationszeit eine Überraschung für die damals 19-Jährige. Und die Auftritte im Nationaltrikot beflügelten: „Der Finaleinzug war dann das absolute Highlight – und da bin ich auch noch Bestzeit gelaufen“, zählt die Löningerin den Lauf an Höhenflügen auf, die sie 2017 erlebte.

Und nicht nur deshalb war die U-23-EM auch in diesem Jahr der angestrebte Jahreshöhepunkt für die 21-Jährige: „Die Stimmung dort ist auch klasse. Man merkt, dass es der Übergang zur Erwachsenenklasse ist.“ Zur absoluten Elite der Leichtathletik also: „Es sind auch schon viele dabei, die den Sprung bei den Erwachsenen schon geschafft haben.“ So zum Beispiel ihre Langstrecken-Kollegin Alina Reh (SSV Ulm), die vor zwei Jahren in Bydgoszcz Silber über 5000 Meter gewann und im Vorjahr Vierte über 10000 Meter bei der EM der Erwachsenen wurde. Die 22-Jährige mehrfache Deutsche Meisterin ist in Gävle über 5000 und 10 000 Meter gemeldet.

Aber Meyer freut sich noch aus einem anderen Grund auf die EM: „Gerade bei uns Läufern ist die Teamatmosphäre sehr toll. Da wird man auch von Läuferinnen unterstützt und angefeuert, die sonst Konkurrentinnen sind.“

Das Rennen muss Meyer natürlich alleine laufen – dafür ist sie aber gerüstet. Trotz der – hoffentlich nun auskurierten – Krankheit ist sie optimistisch: „Davor habe ich gut trainiert. Und beim Wettkampf kommt dann das Adrenalin dazu“, betont Meyer.

Training an Uni in San Francisco

Gut – und viel – trainiert hat sie in der Tat. Seit einiger Zeit nimmt das Laufen ihren Lebensmittelpunkt ein. Nach der U-23-EM vor zwei Jahren ging sie mit einem Lauf-Stipendium in die USA, an die Universität von San Francisco. „Ich wollte das System da mal ausprobieren, das Uni und Sport ja sehr gut verbindet“, meinte Meyer, die von den professionellen Bedingungen durchaus angetan war: „Das war auf jeden Fall eine Mega-Erfahrung. Alles ist sehr professionell, das Team, es gibt Physiotherapeuten, die Vereinbarkeit von Sport und Uni war spitze“, erzählt Meyer.

Doch es gab auch die Kehrseiten, die das Training in einem gut aufgestellten, großen Team mit sich bringt: „Man muss eben damit klarkommen, dass man nur eine Nummer im Team ist, und dass man bei Verletzungen zum Beispiel schnell mal keine Aufmerksamkeit mehr bekommt“, erklärt Meyer, die aus einer kleinen, familiäreren Trainingsgruppe in die USA wechselte. Auch die Inhalte waren anders als gewohnt, das Training dort sei „ausdauerlastiger“ gewesen, zudem habe es keinen Trainingsplan gegeben, man erfuhr erst morgens beim Aufwärmen, was auf dem Programm steht. „Das passte nicht so gut zu mir und der Art, wie ich trainieren wollte“, meint Meyer, die das Abenteuer USA nach einem Jahr beendete.

Höhentraining in Südafrika und Arizona

Im September 2018 setzte Meyer ihr Lehramtsstudium in Hamburg fort, dort hatte sie auch eine neue Trainerin. Da diese aber dann nach Berlin zog, pendelt die 21-Jährige seit Jahresbeginn zwischen Löningen und Berlin – wenn sie nicht gerade im Höhentrainingslager ist. So war sie im Januar für drei Wochen in Dullstroom (Südafrika) und im März noch mal drei Wochen in Flagstaff (Arizona/USA), jeweils mit einer Trainingsgruppe des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, der auch die Westerstederin Josina Papenfuß angehörte. Diesen Trainingslagern räumte sie Priorität ein, deshalb pausiert das Studium derzeit.

Das Training schlug an, im Mai lief sie im belgischen Oordegem eine neue Bestzeit über 3000 Meter Hindernis: 9:54,84 Minuten. Im Juni wurde sie Deutsche Meisterin der U-23-Klasse. Beste Voraussetzungen für den Saisonhöhepunkt. „Ich habe auf jeden Fall Lust“, betont Meyer. Und die Form sollte auch stimmen, um den guten Erinnerungen von 2017 ein paar weitere hinzuzufügen.

Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
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