LONDON - Der Goldtraum des David Storl endete mit Silber. Selbst die 21,86 Meter aus dem zweiten Versuch reichten dem Chemnitzer Kugelstoßer beim Leichtathletik-Auftakt am Freitag in London nicht, um als erster Welt- und Europameister der Geschichte auch Olympiasieger zu werden. Der Pole Tomasz Majewski stieß drei Zentimeter weiter und entriss dem 22-Jährigen vor 80 000 Zuschauern in der ausverkauften Arena das Gold.
Storl demonstrierte seine außergewöhnliche Nervenstärke, doch Majewski, Olympiasieger von Peking, wiederholte seinen Triumph von 2008. Dritter wurde der US-Amerikaner Reese Hoffa mit 21,23 Metern.
„Ich will einen 22-Meter-Stoß raushauen und sehen, was passiert“, hatte Storl vor dem Finale angekündigt. Und in der Tat schockierte er die Konkurrenten, nur Majewski, Weltmeister von 2009, schlug zurück.
Der mit hochgesteckten Erwartungen angereiste Weitspringer Christian Reif ist derweil hauchdünn am Finaleinzug gescheitert. Mit schwachen 7,92 Meter verpasste der Europameister von 2010 als 13. den Endkampf, während Sebastian Bayer mit gleicher Weite als 12. und Letzter in das Finale an diesem Sonnabend einzog.
