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NWZonline.de Sport Leichtathletik

Russische Leichtathleten bleiben gesperrt

05.12.2018

Monte Carlo Die IAAF zeigt weiter Härte, Russland bleibt die große Leichtathletik-Bühne versperrt. Wie der Weltverband am Dienstag nach seiner Council-Sitzung mitteilte, wird der russische Verband Rusaf wegen seines Dopingskandals vorerst nicht begnadigt. Auch drei Jahre nach dem Beginn der Sperre hat Russland immer noch nicht alle Bedingungen für die Rückkehr erfüllt.

„Das Council hat heute dem Antrag der Task Force entsprochen, die Suspendierung Russlands aufrechtzuerhalten“, sagte Rune Andersen, Leiter der IAAF-Task-Force zum Fall Russland. Somit wird Russland als Nation aller Voraussicht nach nicht an der Hallen-EM in Glasgow (1. bis 3. März) teilnehmen.

Der Deutsche Leichtathletik-Verband begrüßte den Beschluss. „Die Entscheidung der IAAF ist konsequent, denn gravierende Veränderungen hat es in Bezug auf die Haltung Russlands zur Anti-Doping-Politik seit dem letzten Beschluss nicht gegeben“, sagte DLV-Präsident Jürgen Kessing. Auch die Nationale Anti-Doping-Agentur begrüßt das „klare Zeichen“ der IAAF.

Damit zeigt sich die IAAF in der Aufarbeitung des russischen Dopingskandals in ihrer Haltung konsequenter als das Internationale Olympische Komitee und die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada). Das IOC hatte das russische Olympische Komitee wenige Tage nach den Winterspielen in Pyeongchang ohne Bedingungen wieder aufgenommen. Die Wada beendete Mitte September die Suspendierung der russischen Anti-Doping-Agentur Rusada, obwohl die Kriterien nicht vollumfänglich erfüllt worden waren.

Die IAAF hatte damals schon darauf verwiesen, dass die Rusada-Aufnahme nur eine Bedingung gewesen sei. Andersen wies nun nachdrücklich daraufhin, dass Russland der unabhängigen Integritätskommission AIU Zugriff auf die Dopingtests russischer Leichtathleten aus den Jahren 2011 bis 2015 ermöglichen muss. Dies ist bisher noch nicht geschehen.

Außerdem muss der russische Verband die Kosten der Untersuchung tragen, die die IAAF wegen des Skandals zu stemmen hat – wie etwa für die Installierung der Taskforce. Dies sind bisher knapp drei Millionen Dollar.

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