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NWZonline.de Sport Leichtathletik

Wie Jens Nerkamp aus Versehen zum Streckenrekord rannte

22.10.2018

Oldenburg Es sollte ein Trainingslauf mit einer Endzeit von etwa 2:35 Stunden werden. Doch dann ließ sich der Garreler Jens Nerkamp (PSV Kassel) von den guten äußeren Bedingungen und der abwechslungsreichen Strecke dazu verleiten, einfach drauflos zu laufen. Sich auf sein Gefühl zu verlassen und wenig auf die Uhr zu schauen. Im Ziel hatte er in 2:26:23 Stunden nicht nur seine eigene Zielzeit deutlich unterschritten, sondern war auch sieben Minuten schneller als der bisher schnellste Läufer beim Oldenburg Marathon, Manuel Meyer (2:33:50).

Ärger vom Trainer

„Das wird ordentlich Schimpfe vom Trainer geben. Aber es lief so gut, dass ich es einfach habe laufen lassen“, grinste der deutsche Vizemeister über die Halbmarathonstrecke im Ziel angesichts der zu erwartenden Standpauke seines Trainers Winfried Aufenanger, und ergänzte: „Die Strecke hat einfach Spaß gemacht, auch wenn sie zeitweise sehr crossig war. Ich freue mich riesig, in meiner Heimat gewonnen zu haben.“ Nerkamp, der sein Marathon-Debüt vor einem halben Jahr in Düsseldorf in starken 2:17:18 Stunden gegeben hatte, bereitet sich derzeit auf den Marathon in Valencia Anfang Dezember vor und wollte eigentlich nur „testen“.

Dennoch kamen die nächsten der 320 Männer und 69 Frauen, die den Marathon beendeten, mit deutlichem Abstand ins Ziel: Triathlet Christoph Keller (SG Ludwigslust, 2:44:04) und Mario Lawendel (LC Hansa Stuhr, 2:44:45) trafen als Zweiter und Dritter ins Ziel auf dem Oldenburger Schlossplatz ein.

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Bei den Frauen sah es zunächst nach einem Zweikampf zwischen Birgit Schönherr-Hölscher (PV Triathlon Witten, 3:11:12) und der Oldenburgerin Laura Steffens (3:21:54) aus. Am Ende setzte sich aber Erfahrung gegen Jugend durch und die M-50-Athletin aus Nordrhein-Westfalen setzte sich klar gegen die halb so alte Marathondebütantin durch. „Man hat gesehen, wie wichtig Erfahrung beim Marathon ist“, sagte Schönherr-Hölscher, die immer wieder gerne nach Oldenburg kommt: „Das war eine schwere, aber sehr schöne Strecke.“

Knappes Frauen-Rennen

Eine Spitzenzeit gab es auch bei der halben Distanz: Lars Christian Schwalm von der SG TSV Kronshagen/Kieler TB lief in 1:07:45 Stunden bei seinem ersten Halbmarathon im Alleingang einen souveränen Sieg heraus. „Das hat schon sehr viel Spaß gemacht, auch dank einer super Fahrradbegleitung. Aber auch die tolle Strecke und das Publikum haben ihren Teil dazu beigetragen“, freute er sich.

Da der Marathon zwei Stunden früher gestartet wurde als die 21,1 Kilometer, ging Schwalm auf den ersten Kilometern auf die Verfolgung von Nerkamp, der zum Abschluss den Marathons eine Runde durch die Stadt zu absolvieren hatte – und überholte diesen auch. Das wunderte Nerkamp weniger als die offenbar kurz verwirrte Führungsradfahrerin des Halbmarathons. „Sie fragte: ,Wer seid ihr denn?’ Und auf meine Antwort, ,Führender Marathon’ sagte sie nur: ,Echt?’“, berichtete Nerkamp lachend.

Zweiter des Halbmarathons wurde Fabian Kuklinski (VfL Eintracht Hannover, 1:11:59), der Sieger des Vorjahres, vor Matthias Heinken (TV Norden, 1:16:27).

Enger ging es auch hier bei den Frauen zu. Hier fuhr Antje Günthner (LSF Oldenburg) in 1:32:11 Stunden letztlich einen Heimsieg ein. „Ich bin sehr zufrieden, auch wenn ich meine Bestzeit um knapp eine Minute verpasst habe“, strahlte die Siegerin im Ziel, nachdem sie Maike Rapp (BSG Sparkasse Bremen) um 42 Sekunden distanzieren konnte. Knapp zwei Minuten dahinter folgte Katharina Saathoff (SV Warsingsfehn, 1:34:41) als Drittplatzierte.

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