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NWZonline.de Sport Leichtathletik

Ruth Spelmeyer jagt WM-Quali und Bestzeit

07.05.2019

Oldenburg /Okinawa Fast 21 Monate ist es her, seit Ruth Spelmeyer ihren bislang letzten Wettkampf bestritten hat. 21 Monate, die für die Sprinterin vom VfL Oldenburg größtenteils zu den schwersten ihrer Karriere gehörten. Eine Zeit, die an diesem Wochenende endlich zu Ende gehen soll. Denn dann steht die Staffel-WM im japanischen Yokohama auf dem Programm, für die die 28-Jährige nominiert wurde und auf die sie sich derzeit mit einem großen Aufgebot des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) im Trainingslager in Okinawa, einer Insel ganz im Süden Japans, vorbereitet.

Die schlimmste Zeit ist für Spelmeyer allerdings vorbei: Der Sommer 2018, in dem die Oldenburgerin alles auf die (Vorbereitung auf die) EM im Berliner Olympiastadion ausgerichtet hatte – und die Saison dann aufgrund eines erneuten Ermüdungsbruches im Schambein abbrechen musste, noch bevor sie überhaupt richtig begonnen hatte.

Verkorkstes Jahr 2018

Der erste hatte sich nach der WM in London im August 2017 bemerkbar gemacht. Beim Jahres-Höhepunkt hatte Spelmeyer im Einzel als Vierte des Halbfinals und zweitbeste Europäerin insgesamt den Einzug in das 400-Meter-Finale knapp verpasst. Mit der Staffel aber gelang der Finaleinzug, das deutsche Quartett kam auf den sechsten Platz. Aufgrund der Verletzung ließ Spelmeyer die Hallensaison aus und war im April eigentlich wieder fit, doch im Trainingslager auf Teneriffa machten sich auf einmal ihr bekannte Schmerzen breit – so dass sie schweren Herzens die Saison und die Heim-EM in Berlin absagen musste.

„Ich wusste, es macht keinen Sinn, die Saison zu laufen“, sagte die 28-Jährige zuletzt im Podcast „Come Back Stronger“, in dem sie ausführlich von ihrem schlimmen Jahr 2018 und der bevorstehenden Rückkehr erzählt: „Die Einsicht war aber ein langer Prozess. Ich wollte in Berlin an die Medaillen heranlaufen. Ich habe immer wieder geheult.“

Auch der Einstieg ins Training nach der Genesung gestaltete sich schwierig. „Man fühlt sich, als hätte man nie Leichtathletik gemacht, als hätte der Körper alles vergessen“, beschreibt Spelmeyer die ersten Einheiten nach mehreren Monaten Pause.

DLV-Trainingslager in Japan

Doch auch das ist inzwischen ad acta gelegt: Die Olympia-Halbfinalistin von Rio 2016 und deutsche Meisterin der Jahre 2015 bis 2017 ist wieder voll im Training, verletzungs- und schmerzfrei. Derzeit befindet sie sich mit einem 35-köpfigen DLV-Aufgebot in Japan, um sich auf die Staffel-WM an diesem Wochenende vorzubereiten. Dort wollen sich die Sprinterinnen und Sprinter über 4x400, aber auch über 4x100 Meter für die WM in Doha (Katar, 27. September bis 6. Oktober) qualifizieren. „Es sind alle fit und alle haben einen guten Leistungsstand“, sagte Staffel-Teamleiter Ronald Stein der Seite „leichtathletik.de“.

Neben Spelmeyer sind auch Laura Müller, Hannah Mergenthaler, Nadine Gonska und Svea Köhrbrück dabei, mit denen Spelmeyer bei der WM in London die Staffel lief. Außerdem ist Luna Bulmahn mit von der Partie, mit der 19-Jährigen vom VfL Hannover trainiert Spelmeyer auch sonst gemeinsam.

Unverändertes Ziel: Bei der WM laufen

Die WM in Doha ist auch das persönliche Ziel von Spelmeyer – auch wenn ihr letzter Wettkampf schon 21 Monate zurückliegt. „Ziele ändern sich ja nicht. Ich bin ja jetzt nicht zufrieden damit, nur durchlaufen zu können. Ich will bei dieser WM laufen“, betont die VfL-Sprinterin, die außerdem an ihre Bestzeit (51,43 Sekunden) aus dem olympischen Halbfinale 2016 heranlaufen will – oder sie verbessern. Der vergleichsweise späte Zeitpunkt der WM komme ihr dabei entgegen – so könne sie sich noch etwas länger darauf vorbereiten.

Schon die Teilnahme an der Staffel-WM in Yokohama wäre indes ein Sieg für sie. „Schöne Momente im Sport sind zwar wichtig, aber an schlimmen Situationen wächst man. Wenn man von einer Verletzung zurückkommt, und so lange raus war, und lange dafür kämpfen musste, sein Niveau wieder zu erreichen – dann ist das ein größerer Sieg. Für mich, über mich und meine Verletzung.“

Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
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