OSLO/NEW YORK/ZEVEN - OSLO/NEW YORK/ZEVEN/DPA - Der Weltrekord-Sturmlauf von Olympiasiegerin Meseret Defar in New York und ein echter „Hammer“ von Betty Heidler waren die Glanzlichter des vergangenen Leichtathletik-Wochenendes. Die 22-jährige Äthiopierin Defar verbesserte in 14:24,53 Minuten die bisherige 5000-Meter-Bestmarke der Türkin Elvan Abeylegesse um 15 Hundertstelsekunden.

Betty Heidler pulverisierte den deutschen Rekord im Hammerwerfen zum zweiten Mal innerhalb von fünf Tagen: 75,16 Meter weit schleuderte die Frankfurterin das Gerät am Pfingstsonntag in Fränkisch-Crumbach und setzte sich damit an die dritte Stelle der Weltjahresbestenliste. „So weit habe ich auch im Training noch nie geworfen. Ich habe den Wettkampf genossen“, jubelte die Olympia-Vierte. Gleich um 2,25 Meter verbesserte sie ihren Rekord.

Defar merkte erst zu Beginn der letzten Runde, dass sie auf Weltrekordkurs lag. „Als ich da die Zeit sah, war ich sicher, dass ich den Weltrekord noch schaffen kann“, sagte die Vize-Weltmeisterin von 2005. Für die weitere Saison will die Olympiasiegerin Geld bei den noch ausstehenden fünf Golden-League-Meetings in Paris, Rom, Zürich, Brüssel und Berlin verdienen.

Beim Pfingstsportfest in Zeven war der Wattenscheider Marc Blume in 10,45 Sekunden der schnellste Sprinter über 100 Meter. Der mehrfache niedersächsische Landesmeister Rainer Schulze (LG Wilhelmshaven) gab sein Debüt über 400 Meter und erzielte als Sieger in 47,78 Sekunden eine ansprechende Zeit. Am zweiten Wettkampftag ließ Schulze über 200 Meter 21,40 Sekunden folgen. Niedersächsische Meister im 3000-Meter-Hindernislauf wurden Dirk Schwarzbach (TSV Kirchdorf) und Jana Jungnickel (LG Osnabrück) bei den Frauen.

400-Meter-Läufer Ingo Schultz und Speerwerfer Boris Henry haben nach langer Verletzungspause beim 40. Internationalen Leichtathletik-Sportfest im saarländischen Rehlingen ihre Comebacks gefeiert. Schultz kam in seinem ersten ernsthaften 400-Meter-Wettkampf nach 20-monatiger Abstinenz auf 46,69 Sekunden und belegte in seinem Lauf den sechsten Platz. Henry (Saarbrücken) warf den Speer auf 67,58 Meter.