PARIS - PARIS/SID - Der Amerikaner Jeremy Wariner sorgte mit der Steigerung über 400 m auf 43,91 Sekunden für die hochkarätigste der fünf Jahres-Weltbestmarken, die beim zweiten Golden League-Meeting der Leichtathleten in Paris von 60 000 Zuschauern bejubelt wurden. „Mein Saisonziel sind der Jackpot und eine Zeit um 43,50, vielleicht sogar 43,30“, meinte der 22-Jährige.
Am WM-Schauplatz von 2003 ließen sich die fast zu alter Stärke zurückgekehrte Marion Jones in 10,92 und Jamaikas Weltrekordler Asafa Powell in 9,85 Sekunden als 100-m-Sieger feiern. Powell, der in diesem Jahr den von ihm selbst und Justin Gatlin (USA) in 9,77 gehaltenen Weltrekord einstellte: „Ich hatte mit einer besseren Zeit gerechnet. Mein einziger Fehler war ein Fehlstart.“ Jones lief beim Sieg über Sherone Simpson (Jamaika, 10,98) an Position zwei der Jahres-Weltrangliste und ihre beste Zeit seit dem Weltcupsieg 2002.
Neben Wariner gab es Jahres-Weltbestmarken durch Äthiopiens Star Kenenisa Bekele, der in 12:51,32 Minuten auf seine 5000-m-Niederlage vom Golden-League-Auftakt in Oslo antwortete, Terrence Trammell (USA, 110 m Hürden, 13,06), Julia Chischenko in 3:55,68 Minuten nach großem 1500-m-Duell mit Hallen-Weltrekordlerin Jelena Sobolewa (3:56,43) sowie Stabhochsprung-Weltrekordlerin Jelena Issinbajwa (alle Russland) beim verspäteten Saisondebüt mit 4,76 m. Auf 4,61 m steigerte sich als Vierte die Ludwigshafenerin Nastja Ryshich. Im Kampf um den Eine-Million-Dollar-Jackpot haben vier Athleten nach Wiederholung der Oslo-Siege die besten Karten: Asafa Powell, Jeremy Wariner, Sanya Richards (USA, 400 m, 49,73) und Äthiopiens 5000-m-Ass Tirunesh Dibaba (14:54,24).
Über 100 m Hürden führt die Schwedin Susanna Kallur vier Wochen vor der EM in Göteborg (7.-13. August) die Europa-Rangliste nun in 12,61 Sekunden vor der Mannheimerin Kirsten Bolm (12,74) an.
