Moskau - Sprint-Superstar Usain Bolt und alle 44 Athleten der Mannschaft Jamaikas haben vor dem Start der Leichtathletik-WM in Moskau (10. bis 18. August) Besuch von der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) erhalten. In ihrem Trainingslager in der russischen Hauptstadt wurden bei einer umfassenden Dopingkontrolle Blutproben aller Sportler genommen.
Nach den jüngsten positiven Doping-Befunden beim früheren 100-Meter-Weltrekordler Asafa Powell, Weltklassesprinterin Sherone Simpson und Olympiasiegerin Veronica Campbell-Brown steht das Jamaika-Team seit Monaten unter besonderer Beobachtung. Weltmeister und Olympiasieger Bolt bestreitet Doping jedoch vehement.
Unterstützung erhält er vom Präsidenten des Leichtathletik-Weltverbandes (IAAF), Lamine Diack. Einen Generalverdacht gegen die Sprinter und die Verdächtigungen gegen Bolt hält der 80-jährige Senegalese für unfair und falsch. „Usain Bolt ist sauber. Und die meisten Sprinter, die unter zehn Sekunden laufen, sind es ebenfalls“, sagte er.
Die kommende Weltmeisterschaft werde durch die jüngsten Enthüllungen bei den Weltklasse-Sprintern nicht beschädigt. „Wir müssen ohne Angst den Kampf gegen Doping fortsetzen, obwohl es unmöglich ist, ihn jemals zu gewinnen“, betonte Diack.
