Frankfurt/Main - Einen Monat vor den Hallen-Weltmeisterschaften im polnischen Sopot sind die Stars der internationalen Leichtathletik in einer beeindruckenden Frühform. Olympiasieger Iwan Uchow aus Russland verpasste beim Meeting „Hochsprung mit Musik“ in Arnstadt nur knapp den Hallen-Weltrekord von 2,44 Metern. Bei seinem zweiten Versuch zitterte die Latte lange, ehe sie doch noch fiel.
Der Russe gewann am Ende mit starken 2,40 Metern vor seinem höhengleichen Landsmann Aleksej Dmitrik. „Schade, dass es nicht für den Weltrekord gereicht hat. Das war mein Ziel“, sagte Uchow.
Wenige Tage nach den beiden Weltrekorden von Genzebe Dibaba über 1500 und 3000 Meter fielen beim internationalen Meeting in Boston zwei weitere Bestmarken. Ein US-Quartett mit Richard Jones, David Torrence, Duane Solomon und Erik Sowinski unterbot in 7:13,11 Minuten den 14 Jahre alten Hallen-Weltrekord über die international kaum gelaufenen 4 mal 800 Meter. Die 17-jährige Amerikanerin Mary Cain verbesserte ihren eigenen Juniorinnen-Weltrekord über 1000 Meter auf 2:35,80 Minuten.
Auch aus deutscher Sicht verlief das Leichtathletik-Wochenende erfolgreich: Hochspringerin Marie-Laurence Jungfleisch schaffte in Arnstadt mit 1,97 Metern eine persönliche Bestleistung und wurde Zweite hinter der Polin Kamila Licwinko (2,00). „Vor zwei Metern habe ich keine Angst“, sagte die Tübingerin.
Nach 19 Monaten Verletzungspause präsentierte sich auch Raul Spank in Arnstadt in aufsteigender Form. Der WM-Dritte von 2009 kam auf 2,24 Meter und meinte: „Das lief viel besser als erwartet.“
