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NWZonline.de Sport Leichtathletik

Doping: Schwere Vorwürfe gegen Leichtathletik-Verband

15.01.2016

Unterschleißheim An der Spitze des Leichtathletik- Weltverbandes IAAF hat es über viele Jahre ein System krimineller Machenschaften gegeben. Im Fokus des zweiten Berichts der Wada-Untersuchungskommission steht der frühere IAAF-Präsident Lamine Diack, der über Jahre Korruption und Vetternwirtschaft betrieben haben soll. So habe der Senegalese zusammen mit seinen eigenen Söhnen und engen persönlichen Beratern eine Art Schattenregierung neben den offiziellen IAAF-Strukturen gebildet. Diesem kleinen Kreis war es laut Wada-Report möglich, wahlweise das große Doping-System in Russland zu vertuschen oder sogar einzelne Athleten zu erpressen.

In dem neuen, am Donnerstag von der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada in Unterschleißheim nahe München präsentierten Report wird angeprangert, dass die IAAF im Kampf gegen Doping und Korruption total versagt hat. Den Spitzenfunktionären im IAAF-Council wird vorgeworfen, die Missstände innerhalb des Verbandes geduldet zu haben. „Dem IAAF-Council konnte das Niveau der Vetternwirtschaft nicht verborgen geblieben sein“, heißt es in dem Wada-Report.

Damit steht auch Diack-Nachfolger Sebastian Coe, der bei der Pressekonferenz unter den rund 100 Journalisten saß, weiter unter Druck. Der Brite war von 2007 bis 2015 Vizepräsident der IAAF. Trotzdem erhielt er vom Vorsitzenden der Wada-Kommission Rückendeckung. „Meine Auffassung ist die: Wenn er von der Korruption gewusst hätte, hätte er etwas dagegen getan“, sagte Chefermittler Richard Pound. Er traut Coe zu, die IAAF aus der Krise zu führen: „Ich kann mir keinen Besseren vorstellen als Lord Coe.“ Der Skandal biete die „fantastische Chance“, den Sport nun zu säubern.

Coe sprach sich für ein von der IAAF unabhängiges Anti-Doping-System aus. Es sei noch „ein langer Weg“ im Kampf gegen Doping. „Ich bin der Kommission sehr dankbar für die gewissenhafte Arbeit, die uns helfen wird, die Komplexität der Aufgabe zu verstehen, vor der wir stehen“, sagte der Macher der Olympischen Spiele 2012 in London.

Der Deutsche Olympische Sportbund forderte „tiefgreifende Reformen in der IAAF mit transparenten Strukturen, die Machtkonzentration auf einzelne Personen ausschließen“, erklärte DOSB-Präsident Alfons Hörmann.

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