Soest/Leiden - Sie fliegt und fliegt und fliegt: Nach ihrem vierten Platz beim internationalen Sportfest im finnischen Turku am Dienstag hat Stabhochspringerin Friedelinde Petershofen am Sonntag einen Leichtathletik-Wettbewerb auf deutschem Boden gewonnen.

Die Oldenburgerin, die für den SC Potsdam startet, überflog in Soest (Nordrhein-Westfalen) die Höhe von 4,35 Meter und verpasste damit die Norm für die Europameisterschaften in Berlin (7. bis 12. August) nur um fünf Zentimeter.

Ihre vielen Starts erklärte die 23-Jährige mit Rückenproblemen, mit denen sie zuletzt zu kämpfen hatte: „Daher ist es für mich wichtig, dass ich zurzeit viele Sprünge absolviere, damit ich wieder richtig reinkomme“.

Petershofen verwies die Leverkusenerin Katharina Bauer (4,25 Meter) auf den zweiten Platz. Die 27-Jährige hatte nur 54 Tage nach einer Herzoperation wieder an einem Stabhochsprung-Wettbewerb teilgenommen. Den Wettbewerb der Männer gewann der Leverkusener Bo Kanda Lita Baehre, der mit der Sieges-Höhe von 5,60 Metern genau die EM-Norm erreichte.

Die 37-jährige Sabrina Mockenhaupt knackte derweil die EM-Norm über 10 000 Meter am Samstag im niederländischen Leiden in 32:38,22 Minuten. „Lieber agieren, statt reagieren, habe ich mir gedacht“, postete die Läuferin der LT Hamburg, die im Winter mit einer längeren Verletzung zu kämpfen hatte, auf Facebook. „Es war ein sehr wichtiger Schritt für mich in die richtige Richtung“, schrieb Mockenhaupt, die seit 2001 45 Titel bei deutschen Meisterschaften gewann.

Mathias Freese
Mathias Freese Sportredaktion