Oldenburg - Der Kraftakt von Amsterdam wurde dann doch noch belohnt. Die Oldenburgerin Ruth Spelmeyer und ihre Mitstreiterinnen der 4x400-Meter-Staffel dürfen bei den Olympischen Sommerspielen in Rio (5. bis 21. August) für Deutschland an den Start gehen.
In einer abschließenden Nominierungsrunde berief der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) am Dienstag nochmals 247 Sportlerinnen und Sportler, womit sich die Zahl der deutschen Olympia-Fahrer auf 425 erhöht.
Das DLV-Quartett um die 25-jährige Oldenburgerin hatte bei der Leichtathletik-EM im Finale „nur“ Platz fünf belegt, gleichwohl sich noch einmal auf eine Zeit von 3:27,60 Minuten verbessern können. Spelmeyer selbst hatte als deutsche Meisterin mit unterbotener Norm ihr Rio-Ticket als Einzelstarterin über die 400-m-Strecke bereits sicher.
Namentlich noch nicht nominiert wurden die Aufgebote im Fußball (Frauen/Männer), Handball (Männer) sowie im Pferdesport. In den Mannschaftssportarten erfolgt die Kaderbenennung an diesem Donnerstag, bei den Reitern nach dem bis Sonntag laufenden CHIO in Aachen.
Wie immer gab es auch Härtefälle. Prominentester Olympia-Zaungast ist Speerwurf-Weltmeisterin Katharina Molitor. Die Titelträgerin von 2015 musste ihrer Vorgängerin Christina Obergföll den Platz überlassen. Molitor erwägt nun rechtliche Schritte.
