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NWZonline.de Sport Leichtathletik

Hindernisläuferin Aus Westerstede: Josina Papenfuß feilt im Höhentraining an EM-Form

03.07.2019

St. Moritz /Westerstede Das Abitur hat sie gerade in der Tasche, trotzdem hat Josina Papenfuß einen prall gefüllten Stundenplan: Mindestens zwei Trainingseinheiten stehen täglich auf dem Programm der Mittel- und Langstreckenläuferin von der TSG Westerstede, manchmal gibt es vor dem Frühstück zusätzlich noch einen sogenannten „Auftakt“, also „ein kurzer, lockerer Lauf von fünf oder sechs Kilometern, oft mit etwas Gymnastik anschließend“. Insgesamt sammelt sie 100 Laufkilometer pro Woche.

Spaß an Hindernissen

Und das macht die 18-Jährige nicht irgendwo, sondern in St. Moritz auf etwa 1800 Metern Höhe. Im Schweizer Hochtal Engadin bereitet sich Papenfuß mit Trainingspartnerin Karoline Sophie Löffel vom BV Garrel (Landkreis Cloppenburg) auf die U-20-Europameisterschaft im schwedischen Boras (18. bis 21. Juli) vor. Dort möchte sie über ihre Lieblingsstrecke 3000 Meter Hindernis starten. Dafür ist sie noch nicht offiziell nominiert, doch da sie alle Vorgaben des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) erfüllt hat, sollte das nur Formsache sein.

Über 5000 Meter ist sie bereits nominiert, doch sie würde lieber über die Hindernisse starten. „Flach laufen macht auch Spaß, aber Hindernis ist noch einmal etwas anderes. Da kann immer was passieren“, erläutert Papenfuß: „Da muss man sich selbst gut einschätzen, sonst kann einem am Ende richtig das Laktat in die Beine schießen.“ Außerdem sei das interessant für die Zuschauer – und für Läufer.

Es ist bereits das dritte Höhentrainingslager in diesem Jahr für die Ammerländerin. „Im Januar war ich in Dullstrom in Südafrika, im März in Flagstaff im US-amerikanischen Bundesstaat Arizona“, berichtet Papenfuß. In Flag-staff habe sie noch für Chemie gelernt, sagt sie.

Traum von Olympia

Jetzt hat sie zwischen den Trainingseinheiten am Vormittag und am Abend auch mal Zeit für eine Wanderung durch das schöne Engadin in den Schweizer Alpen, oder auch zum einfachen Entspannen in ihrer Unterkunft, die direkt am St. Moritzersee liegt – und direkt gegenüber der in der Szene berühmten Tartanbahn, auf der auch schon Weltmeister und Olympiasieger sich in Top-Form gebracht haben.

Einmal bei Olympischen Spielen laufen ist natürlich auch ein großer Traum von Papenfuß, der aber noch etwas entfernt liegt. Die 18-Jährige steht ja auch noch ganz am Anfang ihrer Laufbahn, und dennoch hat sie bereits einige internationale Erfahrungen sammeln können: Sowohl bei der U-18-WM als auch der U-20-WM ist sie schon gelaufen. Auch bei einer U-20-EM im Crosslauf war sie bereits dabei.

Jetzt steht die U-20-EM an. Das sei gerade in ihrem Sport etwas anderes als die WM: „Bei der WM sind deutlich mehr internationale Athletinnen aus dominierenden Nationen wie Äthiopien, Kenia und Japan“, erklärt Papenfuß, die gespannt ist, „wo ich in Europa stehe“. Bei der U-20-WM in Tampere (Finnland) im Vorjahr war sie über 3000 Meter Zwölfte geworden. Bei der EM will sie höher hinaus: „Eine Medaille ist schon mein Ziel. Ich fahre nicht dahin, um neben dem Podest zu stehen“, lautet ihr ehrgeiziges Ziel.

Auch ihre Bestzeit von 10:06,96 Minuten aus dem Vorjahr würde sie gerne auf unter 10 Minuten drücken. Ob das bei der EM klappt, daran hat sie leise Zweifel: „Bei der EM könnte es ein taktisches Rennen werden“, meint sie, also ein Belauern über die ersten Runden mit einem Schlussspurt um den Sieg. Aber nach dem Lauf in Schweden will sie noch bei der Deutschen Meisterschaft der Aktiven am ersten August-Wochenende in Berlin starten. „Da sind ja einige schnelle Frauen dabei“, hofft Papenfuß, im Windschatten von Doppel-Europameisterin Gesa Felicitas Krause zur einer neuen Bestzeit zu laufen.

Umzug nach Berlin

Doch da soll noch nicht Schluss sein: Papenfuß will in Zukunft noch professioneller trainieren, um ihre Ziele und Träume zu verwirklichen. Dafür ist die 18-Jährige bereits nach Berlin gezogen. „Da formiert sich gerade eine ganz gute Gruppe“, erklärt die Westerstederin. In der Hauptstadt möchte die naturwissenschaftlich interessierte Sportlerin dann Materialwissenschaften studieren. Der größere Fokus soll aber auf dem Sport liegen – damit es für Josina Papenfuß nicht nur für die Trainingslager, sondern auch auf den EM-Podesten ganz nach oben geht.

Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
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