WILHELMSHAVEN - WILHELMSHAVEN - Bereits zum zweiten Mal fanden am Wochenende die Norddeutschen Leichtathletikmeisterschaften in Wilhelmshaven statt. Eine Woche nach den deutschen Titelkämpfen in Wattenscheid lieferten sich an der Freiligrathstraße über 1000 Athleten packende Duelle.

Obwohl Wilhelmshaven kurzfristig für den eigentlichen Veranstaltungsort Rostock eingesprungen war, verliefen die Wettkämpfe reibungslos. „Für die Austragung von Meisterschaften braucht man eine große Zahl von Kampfrichtern, und die haben wir in dieser Region“, begründet der aus Wilhelmshaven stammende Ulf Kalis, Vizepräsident des Niedersächsischen Leichtathletikverbandes, die Entscheidung für Wilhelmshaven.

Auch wenn einige Nachwuchssportler nicht dabei waren, da sie sich gezielt auf die baldige Junioren-Europameisterschaft vorbereiten, boten die anwesenden Starter aus acht Landesverbänden spannende Wettkämpfe. Selbst der seit 58 Jahren bestehende Bremer Rekord über die 100 Meter der Damen von Marga Petersen wurde von der 22-jährigen Jana Loock (Bremer LT) geknackt. Die Läuferin kam in 11,95 Sek. ins Ziel.

Die Bedingungen für die Wettbewerbe waren an beiden Austragungstagen hervorragend. „Leider kamen aber nur wenige Zuschauer. Leichtathletik wird bei uns einfach nicht so gut angenommen wie andere Sportarten“, so Kalis, der ebenfalls Mitglied des Bundesausschusses Leichtathletik ist. Die Stimmung auf der Tribüne des Sportplatzes an der Freiligrathstraße war trotzdem gut. So feierten die Sportler bei strahlendem Sonnenschein zwei sehr gut organisierte Meisterschaftstage.

Ein Kuriosum brachte das Finale über 100 m der Männer. Zwischen Lokalmatador und Titelverteidiger Rainer Schulze (LG Wilhelmshaven) und Michael Möller (OSC Berlin) konnte auch ein Zielfoto keinen Sieger ermitteln. So wurden beide mit einer Zeit von 10,55 Sek. auf den ersten Platz gesetzt.