ZüRICH -
Olympiasiegerin Lebedewa benötigt noch zwei Siege zur Million. Sprinterin Arron ging im wahrsten Sinne baden.
ZÜRICH/SID - Bei der Mini-WM im Dauerregen schwammen Christine Arron im Kampf um den Jackpot die Felle davon und sechs Weltmeister von Helsinki gingen baden. Von 15 Siegern der Leichtathletik-WM dominierten beim vier Millionen Euro teuren Züricher Meeting nur neun, und den mit einer Million Dollar gefüllten Tresor der Golden League kann nur noch Russlands Olympiasiegerin Tatjana Lebedewa knacken.Nur eine Jahres-Weltbestzeit – das hat es in Zürich schon Jahrzehnte nicht mehr gegeben. Für die einzige Saisonbestmarke im Letzigrund, der schon mehrfach drei Weltrekorde an einem Abend erlebte, sorgte vor 22 000 dennoch begeisterten Zuschauern die Amerikanerin Sanya Richards in 48,92 Sekunden über 400 m. Die WM-Zweite von Helsinki ließ Weltmeisterin Tonique Williams-Darling von den Bahamas (49,30) keine Chance und unterbot als neunte Läuferin überhaupt die 49-Sekunden-Barriere.
Tatjana Lebedewa nutzt konsequent ihre Jackpot-Chance. Weil sie sich nicht topfit fühlte, hatte die Weitsprung-Olympiasiegerin in Helsinki auf den Dreisprung verzichtet. In Zürich konterte sie Jamaikas Weltmeisterin Trecia Smith (14,67) im vierten Versuch und ließ dann die Siegesweite von 14,94 m folgen. Nun benötigt sie zur Million nur noch zwei Erfolge am Freitag in Brüssel und am 4. September beim Istaf in Berlin. Arron scheiterte, weil sie nach dem WM-Bronze in 10,99 Sekunden nur Vierte wurde beim 100-m-Erfolg von 200-m-Olympiasiegerin Veronica Campbell aus Jamaika (10,85).
