Lemwerder - Erstmalig hatten die Lemwerderaner Bürger bei ihrer jährlichen Pflanzaktion diesmal die Möglichkeit, Bäume, Sträucher oder Heckenpflanzen in Baumschulqualität über die Gemeinde mit zu bestellen. Heinz Feja war einer der Gartenfreunde, die diese Gelegenheit gerne nutzten. Doch anstatt seine 60 Hainbuchensetzlinge im heimischen Garten in die Erde zu bringen, griff der Ratsherr am Sonnabend erst einmal gemeinsam mit anderen Gemeindevertretern und Bürgern auf dem Ritzenbüttler Sand zum Spaten.

Etwas enttäuscht waren die Initiatoren von der Bürgerbeteiligung. „Diejenigen, die immer am lautesten schreien, wenn ein Baum gefällt wird, waren wieder nicht dabei“, lautete das Fazit des Ratsvorsitzenden Ewald Helmerichs.

Manfred Kudszus war einer der wenigen teilnehmenden Bürger. „Ich nutze den Ritzenbüttler Sand gerne für Spaziergänge mit meiner Hündin Lea. Da kann ich auch mal was zur Verschönerung beitragen“, meinte Kudszus, während er gemeinsam mit Karin Baxmann eine Silber- Pappel ins zuvor gegrabene Pflanzloch bugsierte.

Die 15 Silber-Pappeln, Rotbuchen und Zerreichen, die auf dem Ritzenbüttler Sand eine Allee zum Drachengelände bilden und Schatten spenden sollen, gehörten zum Abschiedsgeschenk von Hans-Joachim Beckmann. Der ehemalige Bürgermeister hatte sich für jedes seiner 36 Jahre im Rathaus einen Baum für das Gelände gewünscht. Und natürlich war er beim Pflanzen wieder aktiv mit dabei.

Aber auch an anderen Stellen in der Gemeinde wurde fleißig gebuddelt. Auf der Fläche des alten Altenescher Sportplatzes soll die Aufenthaltsqualität verbessert werden. Ein Weg wurde bereits angelegt, und Spielgeräte wurden aufgestellt. Der Bolzplatz werde erhalten bleiben und die Fläche der Feuerwehr erweitert, sagte Bauamtsleiter Stephan Dickel, der dort gemeinsam mit Bauhofchef Sven Niehus sowie mit Jürgen Werder und Ewald Hemerichs vier Spitzahorne pflanzte – genau wie auf dem Friedhof der St.-Gallus-Kirche. Den früheren Bahndamm habe man bereits mit insgesamt 25 Obstbäumen, Kopfweiden, Eichen und Linden aufgeforstet, betonte der Bauamtsleiter.

Um die Lücke vor dem Bardewischer Gemeindehaus nach dem Fällen der marode gewordenen Kastanien zu füllen, hatte sich der Kirchenrat neues Grün gewünscht. Drei neue Bäume, 220 Sträucher und 16 Heckenpflanzen wurden hier gepflanzt. Auch an der Fähre, dem Tennisplatz und der Laufbahn wurde fleißig gearbeitet, bevor der Vormittag mit deftiger Erbsensuppe im Bauhof ausklang.