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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Lemwerder

Am Dixi-Klo scheiden sich in Lemwerder die Geister

18.02.2017

Lemwerder Der Grünen-Ratsfrau Brigitta Rosenow stinkt’s gewaltig: Eine Toilettenanlage auf dem Ritzenbütteler Sand – das geht doch gar nicht! Dieser Bereich soll der Naherholung dienen. Wenn da erstmal Dixi-Klos – wie mobile Toilettenanlagen oft vereinfacht bezeichnet werden – aufgestellt werden, sagt Rosenow in der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Kultur und Tourismus am Donnerstagabend, dann wird das beispielsweise verstärkt Wohnmobilisten anlocken. Und die werden dann dort ihr Geschäft erledigen.

Die SPD/CDU-Gruppe hat den Antrag gestellt, in den Sommermonaten mobile Toilettenanlagen auf dem Ritzenbütteler Sand und am Ochtumsperrwerk aufzustellen. „Wenn Menschen dort spazierengehen, dann müssen sie auch mal“, sieht Meinrad-M. Rohde (SPD) drängenden Handlungsbedarf.

Die Notwendigkeit zur Notdurft an den genannten Orten sieht Wiebke Naujoks (UWL) hingegen nicht: „Wer geht schon freiwillig aufs Dixi-Klo?“ Und überhaupt, diese Kunststoffkabinen könnten leicht umfallen – nicht auszudenken...

Ihr Fraktionskollege Sven Schröder versucht es weniger emotional. Er ist dort selbst oft unterwegs, Touristen dagegen kaum. Speziell den Ritzenbütteler Sand nutzen vor allem Hundebesitzer zum Auslauf ihrer Vierbeiner. Die sind dann schon mal locker zwei Stunden unterwegs. „Deswegen gehen die vorher“, weiß Schröder.

Ewald Helmerichs (SPD) argumentiert dagegen geschäftlich: „Die Gemeinde Berne hat positive Erfahrungen gemacht“, sagt er. In der Nachbarkommune werden im Sommer drei mobile Toilettenanlagen aufgestellt, mit denen es „noch nie“ Probleme gegeben haben soll. Sie werden wöchentlich gereinigt – und umgefallen ist bisher auch noch keine.

Apropos Geschäft: Die SPD/CDU-Gruppe hat ausgerechnet, dass die Bereitstellung eines Dixi-Klos in der Zeit von März bis Oktober Kosten in Höhe von 1200 Euro verursacht.

Brigitta Rosenow versucht das Dixi-Klo noch einmal mit dem Baurecht zu verhindern; das Aufstellen ist eine bauliche Veränderung, die in diesem Bereich nicht erlaubt ist.

Zu dünn diese Begründung, stellt Bürgermeisterin Regina Neuke klar: es ist keine bauliche Veränderung.

Die ehemalige öffentliche Toilette an der Fähre, von UWL-Ratsherr Hermann R. Meyer als Alternative ins Gespräch gebracht, wischt die Verwaltungschefin ebenfalls beiseite: „Zwangsaufgelöst!“

Da fragt man besser nicht genauer nach...

Schließlich setzt sich die Mehrheitsgruppe durch, bei zwei Gegenstimmen wird die Aufstellung beschlossen. Die Ausschussmitglieder sind erleichtert: Das Austreten ist „im Kasten“. Ende der Dixi-Diskussion.

Torsten Wewer Elsfleth / Redaktion Brake
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