Lemwerder - Zu wenig Platz: Darüber klagt die Freiwillige Feuerwehr Lemwerder in ihrem Feuerwehrhaus. Dass die Kameraden damit Recht haben, davon überzeugten sich am Montag die Mitglieder des Rates der Gemeinde Lemwerder bei einer Bereisung gemeindeeigener Gebäude, Straßen, Wege und Plätze.

„Wir sind gezwungen, Abhilfe zu schaffen“, so Bauamtsleiter Stephan Dickel: Das Feuerwehrhaus entspreche nicht mehr den Anforderungen der Unfallkasse. So müssten teils die Fahrzeuge erst aus der Halle gefahren werden, bevor die Kameraden einsteigen können, ergänzte Gemeindebrandmeister Hartwig Sondag. Zudem gebe es keine getrennten Umkleideräume für Männer und Frauen und der Feuerwehr-Nachwuchs sei eher stiefmütterlich untergebracht. „Die Jugendarbeit muss für uns wichtig sein, sonst gibt es keine Feuerwehr“, so Sondag weiter. Einen Plan, Abhilfe zu schaffen, gibt es auch schon: Der Waschplatz im Freien soll überdacht werden, um dort ein Fahrzeug unterstellen zu können. Die Einliegerwohnung an der Feuerwehr soll geteilt werden, so dass die Büroräume der Wehr in den Wohnräumen eingerichtet werden können. Die alten Büros in der Fahrzeughalle können dann umgebaut werden. Kosten gesamt: „Etwa 380 000 Euro“, so Stephan Dickel.

Auch in der Ernst-Rodiek-Halle verschafften sich die Politiker einen Überblick über die fortschreitende Sanierung. Die gute Nachricht: „Im November kann der Sportbetrieb wieder aufgenommen werden“, informierte Dickel.

Um Standortsicherung der Werft Abeking & Rasmussen geht es bei der Verlegung der Flughafenstraße. Auch von diesem Vorhaben machte sich der Rat ein Bild vor Ort. Die Verlegung wird im Zusammenhang mit der Vergrößerung der Hallenkapazitäten der Werft (die NWZ  berichtete) notwendig. Die Planung soll kurzfristig im Fachausschuss Thema werden.

Diskutiert wurde bei der Bereisung auch die geplante Wohnbebauung der Wiese neben dem Betriebshof der Gemeinde an der Niedersachsenstraße: Eine gestaffelte Bebauung sei dort vorstellbar. Im vorderen Bereich könnten Mietwohnungen und sozialer Wohnungsbau entstehen, im hinteren Bereich sei Platz für Einfamilienhäuser, so Dickel zu der Fläche, über die im Oktober im Planungsausschuss beraten werden soll.

Anja Biewald
Anja Biewald Redaktion Oldenburg