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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Lemwerder

Ernteumzug: In Altenesch regnet’s Bonbons

07.10.2014

Altenesch Entgegen des Wetterberichts regnete es am Sonntag kein Wasser, sondern Bonbons auf die Altenescher Bürger nieder, die an den Straßenrändern den traditionellen Ernteumzug verfolgten. Der örtliche Heimatverein hatte zum Umzug mit den bunt dekorierten Gefährten eingeladen, sogar der Verkehr auf der B 212 musste eine Weile ruhen.

„So toll geschmückt waren die Gärten entlang der Strecke noch nie“, freute sich der Bürgervereinsvorsitzende Martin Rethorn, der wie Bürgermeisterin Regina Neuke in der Kutsche von Gerd Ostermann mitfuhr, die hinter den „Elsflether Seeräubern“ den langen Umzug anführte. Fahnen, Luftballons und immer wieder hübsche Dekorationen aus Kürbissen, Mais, Äpfeln oder Blumen zierten den Weg der 23 teilnehmenden Gruppen und Gespanne.

Die Kinder des St.-Gallus-Kindergartens hatten ihren Treckeranhänger als Ritterburg geschmückt. Mit dem Rasenmähertrecker zog Olaf Ütrecht seine Kutsche mit strohbehüteten Süderbrooker Anwohnern und jeder Menge Vieh – allerdings als Kuscheltiervariante. „Ob wir da wohl mithalten können?“, fragten sich Käthe Rechlin und Erika Rowehl, die sich mit ihren „Feuerstühlen“ – ihren Rollatoren – auf halber Strecke zwischen die vielen bunten Gefährte einreihen wollten. Aber das war alles kein Problem: Eilig hatte es der lange Tross nicht.

Besonders Oldtimerfans kamen beim Zuschauen auf ihre Kosten. Andreas Henke und Sohn Felix nahmen wieder mit ihrem IHC Baujahr 1958 teil, der einen noch sieben Jahre älteren Anhänger zog. Von dem einstigen Viehtransporter war allerdings nicht viel zu erkennen, denn Heinz Henke hat ihn für seine Fahrten zu Oldtimertreffen zum Wohnwagen umgebaut. Die Altenescher Feuerwehr war im alten Deutz unterwegs, hinter dem die Kameraden marschierten.

Besonders ausgelassen war die Stimmung bei der Huder „Bierbrigade“, die als rosa Panther im Anhänger tanzte. Die Altenescher Kirchengemeinde hatte eine ganze Kirche auf ihren Hänger gebaut, während das Landvolk Bardewisch zwischen Sonnenblumen, Korngarben und altem Küchenherd mit Bonbons warf. Ausgelassen war auch die Stimmung auf dem „kuhlen“ Hänger des Landvolks Altenesch. Die Dorfgemeinschaft Sannau nutzte die Gelegenheit, ihren Unmut über das fehlende Voranschreiten der B 212 neu kundzutun.

Neben Süßem gab es rotbackige und zum Glück nicht vergiftete Äpfel von Schneewittchen und ihren mindestens 16 Zwergen. „Lange hat nicht nur der Umbau des Anhängers gedauert, sondern auch das Einigen auf einheitliche Mützen, Bärte und Hemden“, scherzte der Vorsitzende Dieter Brüning, der mit seinen „Moorlü“ aus Hiddigwardermoor schon seit vielen Jahren zu den Teilnehmern gehört.

Vor der „Heimatstube“ des Altenescher Heimatvereins klang der Ernteumzug aus. Zwei Jahre heißt es nun warten, bis das nächste Mal mit einem traditionellen Umzug in Altenesch Erntedank gefeiert wird.


Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-wesermarsch 
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