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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Lemwerder

Fünf hohe Fairtrade-Anforderungen erfüllt

10.07.2019

Lemwerder Nun hat Lemwerder das offizielle, zwei Jahre gültige Siegel, eine Fairtrade Gemeinde zu sein. Die fünf Anforderungen, die dafür erfüllt werden müssen, um diese Auszeichnung tragen zu dürfen, seien zwar recht hoch, aber durchaus erfüllbar, gratulierte Fairtrade Ehrenbotschafter Manfred Holz. Er freute sich, bei einer Feierstunde im Kindergarten Lemwerder die dazugehörige Urkunde überreichen zu dürfen.

Den Grundstein für fairen Handel in Lemwerder hatten vor zwölf Jahren Christel Krapp-Heckers, Marion Materny und ihre Mitstreiterinnen mit der Eröffnung des Eine-Welt-Ladens im evangelischen Gemeindehaus gelegt. Vor zwei Jahren wurde im Rat beschlossen, eine Lenkungsgruppe zu bilden, damit das Thema immer mehr ins Bewusstsein der Bevölkerung transportiert wird, erklärte Bürgermeisterin Regina Neuke, die allen Mitgliedern der Steuerungsgruppe dankte, dass Lemwerder nun auch offiziell eine Fairtrade Gemeinde ist.

Pastorin Sonja Froese-Brockmann als Sprecherin der Lenkungsgruppe verdeutlichte: Alle Dinge haben eine eigene Geschichte. Darum sei es beim Einkaufen wichtig, zu fragen: Woher kommst du? Wie wurdest du gemacht? Wie bist du in das Geschäft gekommen? Oft werde einem diese Geschichte dann nicht gefallen, hieß es.

Fairer Handel lebt nur vom Handeln. Fair sei, nicht billig einzukaufen, wofür andere teuer bezahlen, mahnte der Ehrenbotschafter und verdeutlichte, dass beim Kauf von Fairtrade-Produkten keine Spenden oder Almosen abgegeben werden.

Vielmehr seien diese ein nachhaltiger Beitrag zur Verbesserung von Lebens- und Arbeitsbedingungen derjenigen, die täglich unsere Tische decken – das gelte auch für unsere Landwirte, Winzer, Fischer, Fleischer oder Bäcker. Fair Gehandeltes bekämpfe zudem aktiv eine der Fluchtursachen.

Während das Fairtrade-Siegel bereits für 84 Prozent der Deutschen ein Begriff ist, den 96 Prozent der Käufer für vertrauenswürdig halten, liege beispielsweise der Marktanteil von fair gehandeltem Kaffee nur bei fünf Prozent. Interessant fand Manfred Holz das besonders angesichts der vielen teuren Maschinen, die Kaffeetrinker für billigen Kaffee nutzen.

Nachdem Saarbrücken 2009 die erste deutsche Fairtrade-Town war, ist Lemwerder in Deutschland nun die 613. und in Niedersachsen der 40. Ort, der das Siegel erhält. Mit vielen tollen Darbietungen der Kindergartenkinder und einem fairen Frühstück wurde die Auszeichnung gefeiert.

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