LEMWERDER - Die kürzlich gegründete Junge Union in Lemwerder unter Vorsitz von Jan Eisenhauer meldet sich zu Wort: Sie fordert ausreichend große Räume für Jugendliche, in denen zum Beispiel auch Platz für eine Bühne ist. Wichtig sei ferner ausreichender Abstand zur Wohnbebauung.
Die Junge Union halte es – anders als die Sozialdemokraten – nicht für ausreichend, Jugendlichen einen Raum in der Begegnungsstätte an der Edenbütteler Straße (Begu) zur Verfügung zu stellen, schrieb Jan Eisenhauer in einer E-Mail, die vom Ratsherrn und CDU-Fraktionsvorsitzenden Heiner Loock an dieNWZ
weiter geleitet worden war. Die jungen Christdemokraten schlagen als Alternative den alten Bahnhof vor. Das Gebäude stehe leer, und es gebe zurzeit noch kein Konzept dafür, schreibt Eisenhauer.Heiner Loock unterstützt die Pläne. Er räumt ein, dass es in dem Gebäude Sanierungsbedarf gibt; das Problem sei aber lösbar. Die Junge Union hat ihre Idee als so genannten „Blitzantrag“ eingebracht: Der Jugend- und Kulturausschuss soll sich an diesem Donnerstag ab 18.30 Uhr damit beschäftigen.
Jugendpolitik hatte in der Vergangenheit nicht zu den Programmschwerpunkten der Lemwerderaner Christdemokraten gezählt. Vor 30 Jahren hatten sich Christ- und Freie Demokraten gegen ein Jugendzentrum, dessen Bau bereits begonnen hatte, ausgesprochen. Beobachter des politischen Geschehens sagen, dass sie deshalb die Kommunalwahl im Jahr 1981 gewannen. Unter christdemokratischer Federführung wurde dann die Begegnungsstätte für Jung und Alt gebaut.
