LEMWERDER - Eine offene Diskussionsrunde mit dem niedersächsischen kommissarischen FDP-Generalsekretär Dr. Gero Hocker ergab sich jetzt bei einem Treffen mit den örtlichen Liberalen.

Durchaus kritische Töne, auch wenn Hocker aufgrund seiner kurzen Amtszeit seit Oktober 2011 nur für einen Teil verantwortlich zeichnet, musste sich der General anhören, der auch Mitglied des Niedersächsischen Landtages ist, zur Situation der Bundes-FDP sowie zum Landesverband und dessen Unterstützung im letzten Kommunalwahlkampf.

„Trotz der guten Arbeit und eines engagierten Wahlkampfes kamen auch wir in Lemwerder gegen den Bundestrend nicht an“, resümierte FDP-Vorsitzender Harald Schöne. „Wir erzielten aber noch das fünftbeste Ergebnis in Niedersachsen.“ Hocker gestand ein, dass das allgemeine Erscheinungsbild der FDP auch aufgrund von vielen handwerklichen Fehlern derzeit zu wünschen übrig lasse. Die Kritik an der Zusammenarbeit zwischen Landesverband und der kommunalen Basis sei angekommen. Mit einer neu organisierten Landesgeschäftsstelle und einem „Kümmerer“, der für die Basis zur Verfügung steht, seien erste Maßnahmen umgesetzt worden.

Eine Menge Motivationsarbeit werde es bedürfen, die liberale Basis für einen engagierten Landtagswahlkampf 2013 zu gewinnen, sagte Harald Schöne. „Derzeit ist uns nicht danach.“ Er prophezeite einen Wahlkampf ohne die bisher gekannte Unterstützung der Basis.