Lemwerder - Emsig gesägt, geschliffen oder gemalt wurde in den letzten Monaten im Lemwerderaner CVJM-Wohnheim. Als Ende August noch alle Leute schwitzten, haben Holger Johannesmann und seine vier „Jungs“ aus der Holzwerkstatt bereits an die Weihnachtszeit gedacht. Der Bau einer Krippe für das Wohnheim war das Ziel. Nichts wurde dabei dem Zufall überlassen und genau nach den Plänen, die Johannesmann dafür besorgt hatte, gearbeitet. Und das habe ganz viel Spaß gemacht, strahlen Harald, Richard, Charly und Manfred, als sie nun voller Stolz ihr prächtiges Werk mit den vielen liebevollen Details präsentierten.
Jedes der Häuser ist anders und wurde ganz nach den Vorlieben seines jeweiligen Bauherrn gestaltet. Mal mit roter Kuppel, mal mit sandiger schwarzer Mauer oder im leuchtenden Gelb. Ganz besonders viel Arbeit habe der Stall gemacht, denn jede Schindel des Dachs ist selbst geschnitzt. Genau wie das rustikale Tor in der Mauer, das mit einzelnen Latten beklebt ist, weißt Johannesmann auf einige der vielen liebevollen Details hin. Ein ganz besonderer Clou sind außerdem die aus Pappe und Draht gebastelten Palmen, bei denen sich die Blätter in jede gewünschte Richtung biegen lassen.
Aber was wäre eine Krippe ohne die passenden Bewohner? Gerne war Christel Krapp-Heckers vom Eine-Welt-Laden bereit, die fehlenden Figuren zu spendieren. Schließlich passen die Ostheimer Schnitzereien aus heimischen Hölzern und umweltfreundlichen Farben in zarten Tönen ganz hervorragend zu dem Projekt, findet sie.
Pünktlich zum 1. Advent, wie es das Ziel war, konnte die Krippe eingeweiht werden und steht derzeit im Eingangsbereich des Wohnheims, wo sie mit heimeliger Beleuchtung die von der Arbeit heimkehrenden Bewohner begrüßt. Die hübschen Figuren sind vorsichtshalber festgeklebt, damit sie nicht gesucht werden müssen, verrät Werkstattleiter Johannesmann schmunzelnd. Was als nächstes in Angriff genommen wird, gibt er hingegen nicht preis. Neue Projekte werden in der Holzwerkstatt stets zusammen und ohne einen Bestimmer besprochen.
