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Junge Union Zwei Mann gegen den Rest der SPD

LEMWERDER - Die Aufgabe, die sich Jan Eisenhauer und andere junge Christdemokraten gestellt haben, ist in der SPD-Hochburg Lemwerder nicht einfach: „Wir wollen die Monopolstellung der Jusos knacken.“ Zurzeit sind etwa zehnmal soviel Junge Leute in der SPD-Arbeitsgemeinschaft organisiert wie in der Jungen Union (JU).

Auch Jan Eisenhauer, der jetzt 15 Jahre alt ist und vom Vorsitzenden des Gemeindeverbands Wolf Rosenhagen kürzlich als jüngstes Mitglied begrüßt wurde, hatte bei den Jusos angefangen. Politische Arbeit habe ihn nämlich schon immer interessiert, sagt Eisenhauer, der Vorsitzender des Kreisschülerbeirats war und jetzt Schülersprecher auf dem Gymnasium ist.

Jan Eisenhauer, der nach eigenen Angaben aus einem konservativ orientierten Elternhaus kommt, sagt: „Ich habe nach drei Monaten gemerkt, dass die SPD nicht die richtige Partei für mich ist.“ An einem Informationsstand der Lemwerderaner Christdemokraten fand er neue Freunde und ließ sich im Dezember des vergangenen Jahres in die Partei aufnehmen.

Jetzt beerbte er Heiner Loock, der bislang Ansprechpartner der Jungen Union in Lemwerder war, aber aus Altersgründen ausschied. Die Junge Union hat in Lemwerder nur zwei Mitglieder, kreisweit aber rund 90. Den Kreisverband leitet Fabian von Lübken aus Berne.

Werbung in der Schule

Jan Eisenhauer ist sicher, dass er – insbesondere unter seinen Schulkameraden – noch Mitglieder gewinnen kann: „Viele sind interessiert, wollen sich aber nicht bekennen.“ Die Themen, mit denen sich die jungen Christdemokraten beschäftigen, sind dieselben, die die meisten Jugendlichen bewegen: Der Jugendtreff und die Skaterbahn.

Anders als die anderen politischen Gruppierungen haben die JU-Mitglieder schon konkrete Vorstellungen, wo der Jugendtreff hingehört: „Der alte Lemwerderaner Bahnhof hat Charme“, findet Jan Eisenhauer.

Skater sollen entscheiden

Die Ausgestaltung der Skaterbahn solle man den Skatern überlassen, findet Jan Eisenhauer. Er geht aber davon aus, dass die eingeplanten 26 000 Euro nicht ausreichen, um eine attraktive Anlage zu bauen. Ebenso wie die SPD-Fraktion halten auch die Christdemokraten den Platz zwischen Tennisanlage und der alten Bahnline für geeignet. Ein weiteres Projekt, das die Junge Union unterstützen will, ist die Wiederbelebung des Jugendparlaments.

Jan Lehmann Freigestellter Betriebsratsvorsitzender, Politik
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