LEMWERDER - LEMWERDER - Es ist Mittwoch, 9.30 Uhr. In der Kindertagesstätte Lemwerder ist so eben eine Mondrakete bruchgelandet. Starwars-Filmmusik dröhnt durch die Kita-Flure, dichter Nebel steigt auf. Doch da! Die beiden Astronauten – die Mäuse Thea und Theo – kämpfen sich zu den Kindern durch. Sie haben überlebt – die Kinder sind schwerelos begeistert.
Das Rollenspiel mit den beiden Mäusen Thea und Theo (gespielt von den Kindergärtnerinnen Susanne Scharringhausen und Elke Witte) ist die Auftaktveranstaltung der Kita zu ihrem Projekt 2005. Es ist bereits das fünfte Projekt dieser Art der Kita Lemwerder, in diesem Jahr werden die Kinder bis zum Juni Themen rund um den Mond erforschen. „Wir werden Spiele zur Schwerkraft machen, Mondlieder singen, und es könnte sogar passieren, dass wir den Mond anheulen“, verrät Kita-Leiterin Rita Naujoks. Viel Physik komme auf die Kinder zu, und auch die Planung eines so großen Projektes wie eine Mondfahrt müsste durchdacht werden.
Mit der Planung fingen die Kinder gleich an. Denn die Weltraum-Mäuse haben ihren Plan nach der Bruchlandung längst noch nicht aufgegeben. „Was brauchen wir denn alles, wenn wir zum Mond wollen?“, fragt Theo die Kinder. „Sauerstoff!“, das wissen sie alle. Und ob man den Mond wie eine Pampelmuse essen könne? Nein, belehren die Kinder, der sei doch aus Steinen. Aber da hat ein Kind eine Idee: „Ich bringe euch ganz viel Käse mit!“
So nimmt das Projekt langsam Form an, nur Thea ist noch sauer auf Theo: „Du hast uns das eingebrockt, weil du nicht richtig getankt hast.“ Die Mondrakete ist jedenfalls hin. Ihre Überreste liegen überall in der Kita Lemwerder verstreut. Aber wo nur? Und werden die Kinder alle Teile finden?
