Lemwerder - Würde man all das Blut, das Anke Karow bis jetzt gespendet hat, in Flaschen füllen, wäre der Turm der Getränkekisten sicherlich genau so groß wie sie. Schon 125. Mal hat sie jeweils rund einen halben Liter ihres Lebenssaftes abgegeben.
Seit knapp einem Vierteljahrhundert engagiert sich die Lemwerderanerin in der Ortsgruppe des Roten Kreuzes. Neben vielem anderen sorgen sie und das Team bei den Blutspendeterminen in der südlichen Wesermarsch zuverlässig für das überaus reichhaltige Büfett, mit dem sich die Spender nach der Abgabe ihres Lebenssaftes stärken können.
Sie wollte aber nicht nur helfen, sondern auch spenden, erklärt Anke Karow überzeugend, warum sie sich gleich zweifach engagiert. Also war sie natürlich auch beim letzten Blutspendetermin in der Berner Oberschule selbstverständlich wieder mit dabei.
53 Menschen und damit geringfügig weniger als beim letzten Mal, waren diesmal dem Aufruf gefolgt. Diese „relativ zufriedenstellende Bilanz“ zog am Ende Margarete Kleinert, die die Blutspendeaktionen leitet. Etwas besorgt war sie allerdings, dass es dieses Mal nur einen Erstspender gab. Schließlich sei es wichtig, dass junge Leute nachrücken. Denn nur bis zum Ende des 72. Lebensjahres darf gespendet werden, begründete Margarete Kleinert ihre Sorge.
Sechs Mal und damit zwei Mal mehr als Frauen, dürfen Männer pro Jahr Blut spenden. Mindestens acht Wochen müssen jeweils zwischen den Spenden, die unter strenger ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden, liegen.
In die Situation, plötzlich fremdes Blut zu benötigen, kann jeder kommen. Unerlässlich ist es darum für die Blutbanken, immer genügend vorrätig zu haben, um auch auf unerwartete Situationen vorbereitet zu sein und Leben retten zu können.
Die nächste Möglichkeit, Blut zu spenden, besteht am Montag, 18. Dezember, von 15.30 bis 20 Uhr in der Begegnungsstätte Lemwerder (Edenbütteler Straße 5).
