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NWZonline.de Nachrichten Politik Kommentare & Meinungen Leserbriefe

A 20: Gegner und Befürworter streiten

03.03.2018
Betrifft: „Planung für A 20 fertig“, Titelseite, 19. Februar

Die Planung zu Abschnitt 1 im Ammerland könnte in Kürze fertig sein. Das sind rund 13 Kilometer. Allein in Niedersachsen hat die geplante A 20 eine Länge von rund 120 Kilometern. Die Planung für ein Minibruchstückchen soll also fertig sein. Der Rest ist allerdings noch sehr, sehr weit entfernt von „fertig“. Die Aussage in der NWZ-Überschrift „Planung für A 20 fertig“ ist genauso weit entfernt von der Wahrheit wie die Planung selbst!

Susanne Grube
Westerstede

Die Elbquerung zwischen Glückstadt und Drochtersen soll eine Länge von 6,5 Kilometer haben, davon sind ca. 5,7 Kilometer Tunnel. Die Kosten für das Tunnelbauwerk sollen 1,6 Milliarden Euro € kosten. (...) Der Planfeststellungsbeschluss wird spätestens Mitte 2018 erwartet. Gebaut wird in kleineren Bauabschnitten wie Westerstede bis nach Jaderberg. Die wenig ausgelasteten Autobahn-Endstrecken A 29 Wilhelmshaven, A 27 Bremerhaven/Cuxhaven und A 23 Hamburg-Heide werden besser vernetzt. Endlich wird der internationale Tiefwasserhafen Wilhelmshaven wenigsten autobahnmäßig vernünftig angeschlossen. Die wichtige A 20-Verbindung wird auch über die Verbindung A 28 direkt zur A 29 die Stadtautobahn Oldenburg entlasten und hier zur dringend erforderlichen Luftverbesserung beitragen. Besonders auf den Autobahn-Nadelöhren rund um Bremen und um Hamburg mit seinem Elbtunnel wird der Verkehr flüssiger fließen und somit auch die Umwelt entlasten. Es wird eine internationale Verbindung von zwei Autobahnen aus den Niederlanden von Groningen A 28 und der Emsland-Autobahn A 31 geben, die auch Nordrhein-Westfalen anbindet. Dänemark und Schweden sind über die Kreuzung mit der A 7 bei Neumünster besser zu erreichen. Dann wird die A 21 Kiel gekreuzt, die nach Süden bis Lüneburg und später bei Wolfsburg zu A2 weiterführen soll. Die Verbindung zur A 1 verbindet später den Autobahntunnel von Deutschland nach Dänemark. (...)

Die A 20 wird über die Verbesserung der Infrastruktur eine hohe volkswirtschaftliche Bedeutung haben.

Georg Klaukien
Oldenburg

Wer hat denn jemals „Gemeinwohlinteresse“ festgestellt und bewiesen? Siehe auch: Kompendium: Autobahn A 20, Fakten-Hintergründe-Alternativen (2015) und „Themenblätter: Alternativen. Sind. Machbar“ (2017), alles den Politikern, Lobbyisten und der NWZ vorliegend, sonst im Internet zu beziehen.

Kosten/Nutzen bewiesenermaßen geschönt, kein Nutzen für die Hinterland-Anbindung, in den Bundesverkehrswegeplan dank Politik unter viel zu vielen anderen Projekten und falsch bewertet reingehoben usw. Sind denn trotz Beschleunigung der Planung immer noch selbstverständlich vorgeschriebene (aber für Planer lästigen) Auslegungs- und Einwendungsverfahren schon abgearbeitet? Nach den Herren Hirche, Bode, Lies (jetzt für die Umwelt zuständig) wird nun Herr Althusmann bitte erst einmal viel Verständnis aufbringen, sich vielleicht einarbeiten und Vorliegen von „Gemeinwohlinteresse“ beweisen müssen.

Wenn Politiker und Lobbyisten, die für dieses Projekt geradestehen und doch so gerne Spatenstiche sehen wollen: Dann: Nix wie durch! Koste es, was es wolle! „Gemeinwohlinteresse“ – Projekte Elbphilharmonie: bereits fertig, aber nur zehn Mal so teuer, Stuttgart 21: nicht vor 21, aber schon viel teurer, Flughafen Berlin: noch nicht fertig, kostet deshalb fünf Millionen Unterhalt im Monat, A  20 Tribsees: beschleunigt geplant und gebaut, darf schon wieder mit wer weiß wie vielen Millionen erneuert werden. Genau so ein Projekt ist die A 20, kein Ende oder ein dickes Ende in Sicht.

Gerd Warstat
Westerstede

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