„Bund plädiert für Weiterbau der A 20“; Titelseite sowie „SPD muss bei Küstenautobahn hart bleiben“, Interview mit Björn Thümler, Im Nordwesten, 2. Februar

„Ein klipp und klares Ja“, sagte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer zur A 20, auch weil dem Großraum Hamburg ein Verkehrsinfarkt drohe.

Wie soll man dies verstehen, wenn die A 20 nur mit 1,5 bis drei Prozent für den Hamburger Elbtunnel eine mögliche Entlastung bringt? Und von den im Verkehrswegeplan für 90,5 Milliarden Euro für 2003 bis 2015 geplanten 1550 Projekten ist nur etwa die Hälfte realisiert. Heute fehlen nach Kostensteigerungen immer noch 89 Milliarden Euro, um die andere Hälfte fertigzustellen. Will Niedersachsen unter diesen Umständen tatsächlich weiterhin Millionen von Steuergeldern in die Planung einer wohl nicht finanzierbaren A 20 stecken? Die Wähler setzten auf einen Politikerwechsel und erwarten eine Abkehr von volkswirtschaftlich schädlichem Lobbyismus.

Daniel Schaetzle Jade

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Das ist schon ein Stück aus dem Tollhaus: Der abgewählte CDU-Mann Björn Thümler fordert von der SPD, dass sie „hart bleiben soll bei der Küstenautobahn“.

Dabei hat die CDU in ihrer Regierungszeit nicht einen Meter Autobahn A 20 in ganz Niedersachsen gebaut; selbst im gescholtenen Schleswig-Holstein sind einige Kilometer fertig.

Der Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer wird dauernd von seinem Staatssekretär Enak Ferlemann zitiert, dass die Elbquerung und die A 20 kommen müssen beziehungsweise kommen.

Dabei weiß jeder, dass nicht nur kein Geld in Berlin vorhanden ist, sondern dass diese Autobahn nicht im Bundesverkehrswegeplan enthalten ist. Eine neues Konzept wird es erst nach der Bundestagswahl geben. Und dann sind Ramsauer und Ferlemann Geschichte.

Es bleibt dabei, die A 20 ist überflüssig.

Ingo Logemann Brake