„Der hohe Preis des Billigfleisches“, Hintergrund, 20. November; sowie weitere Berichte zum Thema

Vielen Dank für diesen kritisch-zutreffenden Artikel über antibiotika-resistente Keime im Billigfleisch. Das Bundesamt für Risikobewertung hat in einer Metaanalyse (BfR, Risikofaktoren für MRSA in der Tierproduktion) klar herausgestellt, dass das Auftreten von MRSA unübersehbar mit der Größe der Ställe zunimmt und mit zunehmender Artgerechtheit der Tierhaltung drastisch abnimmt.

Eckehard Niemann Bienenbüttel

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„Tierarzneimittel im Grundwasser“, Titelseite, 6. November

Nitratwerte siebenmal höher als der Grenzwert (welcher sehr hoch angesetzt ist). Pflanzenschutzmittel und nun auch noch Arzneimittel... – und das Cloppenburger Land wählt weiter CDU, als wenn nichts gewesen wäre. Dieses Grundwasser wird man nie wieder trinken können. Und für alle die, die es noch nicht verstanden haben: Geld kann man nicht trinken!

Hans-Jörg Bock Bad Zwischenahn

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„Immer mehr Bauernhöfe sterben“, Titelseite, 17. November

Wenn die Ansiedlung dieser riesigen Tier-Quäl-Anlagen zugelassen wird, wenn Holland das nicht mehr zulässt und die Tierquäler deshalb nach Mecklenburg-Vorpommern auswandern, ist die bereits erfolgte Verschleppung der Vogelgrippe von den Niederlanden nach Mecklenburg-Vorpommern erklärbar. Wenn die Agrarfabriken immer größer werden und die kleineren nicht mehr mithalten können beim Preis-Dumping, ist es auch nicht verwunderlich, dass es ein Problem bei der Übergabe an die nächste Generation gibt.

Wenn die EU die Großen mit Steuergeldern fördert und die Bundesländer durch kostenloses Trinkwasser und andere Vergünstigungen die Holländer ködern, ist die Lage ja wohl hausgemacht und nicht die Folge eines marktwirtschaftlichen Wettbewerbs.

Eine Umkehr, die noch lange nicht in Sicht ist, wird kaum noch möglich sein, ohne dass die Verbraucher darunter gravierend zu leiden haben. Immerhin können die Verbraucher jetzt gegensteuern, indem sie mit Konsumverzicht von tierischen Produkten reagieren. Die Tendenz geht in diese Richtung, nicht zuletzt zum Wohle der misshandelten Tiere und damit auch der menschlichen Gesundheit, des Umweltschutzes und der Ernährungssicherheit der (gesamten) Weltbevölkerung.

Ohne sofortige staatliche Eingriffe und Rücknahme sämtlicher Subventionen wird der GAU allerdings nicht zu vermeiden sein.

Reinhard Hartwig Schortens-Grafschaft