„Ausbau der Stromnetze in Verzug“, Titelseite, 13. August
(...) Ich bezweifle, dass wir in den nächsten 30 Jahren wirklich so viel Strom mit Windkraftanlagen in der Nordsee herstellen, dass neue Trassen von Nord nach Süd nötig werden. Ich nehme an, dass auch in Süddeutschland viele neue Stromerzeugungsquellen entstehen werden, zum Beispiel Wasserkraftwerke, Sonnenkollektoren, Windkraftanlagen und besonders die neuartigen „Schwarmkraftwerke“.
Das sind im Prinzip einfache Heizanlagen im Keller, in welchen das Gas oder Öl aber zunächst einen Generator betreibt, dessen Strom gegen Vergütung in das öffentliche Netz eingespeist wird und dessen Wärme dann benutzt wird, die Heizung und den Warmwasserboiler des jeweiligen Hauses zu betreiben.
Solche hunderttausendfachen kleinen Schwarmkraftwerke in den Heizkellern nutzen den Brennstoff besser als alles Andere, sie sind schon jetzt preiswert zu haben, werden aber – für mich erstaunlich – in der Presse kaum beschrieben und diskutiert. Sie werden den Bedarf an Stromtransport über lange Strecken so deutlich verringern, dass kaum noch neue Hochspannungsleitungen, sei es als Freileitungen, sei es als Erdleitungen, nötig sein werden.
Wolfgang Wurtz, Oldenburg
