Bravo Herr Dr. Will – Sie sprechen mir aus der Seele; besonders in der Argumentation zum Zweiten!
Ich bin weder gegen Gleichberechtigung (insbesondere auch Lohngerechtigkeit) noch frauenfeindlich, aber ich frage mich, warum eine wie auch immer geartete Gruppierung (hier die Frauen), die eine faktische Minderheit in Parteien und politischen Organen einnehmen, durch eine 50:50-Quotenregelung überproportional bevorzugt werden sollten? Gerade das ist nämlich keine Parität – und auch keine Gleichberechtigung! Wiktionary definiert Parität als „gleichmäßiges Verhältnis von Stimmen in einem Gremium“ – die Betonung liegt auf Verhältnis! Und das Geschlechterverhältnis in der deutschen politischen Landschaft ist nun mal durchgängig nicht ausgeglichen! Hier wäre also ein Ansatz zu suchen, in dem die politischen Organe aktiv um mehr Mitarbeit und Mitglieder unter den (sehr geschätzten) Frauen werben! Und dann kann jeder Bürger seine Wahl treffen – und die Ämter und Aufgaben dann meinetwegen paritätisch besetzt werden.
