„Frauen erobern neues Revier“, Oldenburger Land, 19. November

Die (...) fachlichen Äußerungen bzgl. Rehwildbejagung können so nicht unwidersprochen bleiben.

So ist es keinesfalls anzuraten, ein Stück Rehwild bewusst durch Kopfschuss zu töten, „um möglichst wenig Fleisch zu verletzen“!

Bewusste Schüsse auf Kopf oder Hals eines Rehs führen aufgrund der geringen Trefferfläche schnell zu nicht tödlichen Schüssen auf Kiefer oder Luftröhre. Sollte dieses Reh nicht sofort mit einem geeigneten Jagdhund nachgesucht und dann erlegt werden, stehen ihm qualvolle Stunden und Tage bevor.

So kann aus einem gezielten Kopfschuss bei der Jagd schnell – wenn auch ungewollt – Aasjägerei werden.

Zudem sind sich die Fachleute einig darüber, dass bei Schüssen auf den Wildkörper (d. h.: Blattschuss) das Blut aus dem Wildkörper entweichen, also ausbluten, kann.

Dies ist wichtig, damit später die im Blut enthaltenen Mikroorganismen als Fäulniserreger die Qualität des überaus gesunden Wildfleisches nicht mindern können.

Also: Schüsse auf Kopf oder Hals von Rehen sind tabu!

Gustav Heinrich Jericho, Stadland