„Viele Rätsel“, Kommentar von Rolf Seelheim zu den Morden der Neonazi-Terroristen, Meinung, 14. November

Wenn Menschen in der Neonaziszene gelandet sind, werden sie einer Indoktrination ausgesetzt, vergleichbar einer Art von Gehirnwäsche, dass Versuche fast unmöglich sind, sie mit Vernunft und Faktenkenntnissen über den Nationalsozialismus in ein verantwortungsvolles Leben und Denken zurückzuholen.

Deshalb ist es dringend notwendig, jungen Menschen als Prävention gegen die „Verführungen“ durch Neonazis eine gute politische Bildung zu vermitteln!

Da ist natürlich zuerst die Schule gefordert! Es muss aber auch staatliche Institutionen geben, die sich besonders der politischen Bildung annehmen. Daher ist es für mich völlig unverständlich, dass das Land Niedersachsen aus Kostengründen die Landeszentrale für politische Bildung aufgelöst hat! Versäumnisse in der politischen Bildung sind nicht einfach nachholbar. Die Folgen dieses Mangels können nur mit immensem Aufwand bekämpft werden.

Heiko Thaden, Nordenham

Warum sollen derartig skrupellose Übeltäter plötzlich Selbstmord begangen haben? Aus Angst vor Polizisten, die sie ja ohne Bedenken aus dem Weg räumten? Oder wurden sie plötzlich von christlichen Gedankengängen heimgesucht?

Und wie dumm muss eine Komplizin sein, die die Wohnung in die Luft sprengt, um Spuren zu verwischen, aber die äußerst wichtige Tatwaffe nicht beseitigt?

Da passt einiges nicht zusammen. Man darf mal gespannt sein, was da noch alles zutage gefördert wird!

Jörg Kuhlmann, Oldenburg

„Döner-Mord: Verdacht gegen Verfassungsschützer“, Titelseite, 15. November

Warum jetzt der Ruf, die NPD zu verbieten? Lieber heute als morgen, klar.

Angesichts der jetzt offen zutage tretenden Fehler und Verfehlungen, ja offensichtlich auch Straftaten durch unsere Schlapphüte vom Verfassungsschutz in den letzten Jahren, könnte jetzt vielleicht endlich auch die Frage gestellt und beantwortet werden, ob es denn die NPD, deren Verbot jetzt so vehement gefordert wird, heute überhaupt noch gäbe ohne die vielen Mitarbeiter des Verfassungsschutzes in der NPD und deren eigenes subversives und strafbares Handeln. (...)

Gert Breitzke, Oldenburg