• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Nachrichten Politik Kommentare & Meinungen Leserbriefe

Debatte über Zulassung von SUVs

14.09.2019
Betrifft: „Am SUV scheiden sich die Geister – Mobilität: Tödlicher Unfall in Berlin verschärft Debatte um Sportgeländewagen“, Panorama, 10. September

Politiker lieben es ja, regelmäßig „eine neue Sau durchs Dorf zu jagen“, um von den unerledigten Problemen abzulenken. Noch dreister ist es aber, ganz positiv „erregt“ daraus auch gleich die neue Steuerforderung nebenbei zu „rechtfertigen“.

Bei den auch von der seriösen Presse recht einseitig berichteten schlimmen Unfällen, wird die Berichterstattung zwar nicht zur Lüge, aber es wird durch unvollständige Informationen schon ein merkwürdiges Bild gezeichnet. Die üblen Unfälle sind meines Erachtens zu einem großen Teil extrem starken, teils auch extrem schweren Fahrzeugen (Premiumklasse) zuzurechnen. Bei den recht schweren Lkw sind die Horrorunfälle oft durch üble Arbeitsbedingungen bedingt. Bei den „Raserunfällen“, die nun „SUV-Unfälle“ werden, ist es doch eher die misslungene Sozialisation und der Charakter der Fahrer aus oft gleichen überheblichen Milieus. Was haben diese Unfälle mit den „normalen“ SUVs zu tun, die Menschen häufig fahren wegen des Vierradantriebes und weil sie dort besser einsteigen können?

Müssen wir nun alle drei Jahre ein neues Fahrzeug kaufen, damit es anderen recht ist? Unter Nachhaltigkeit verstehe ich bei dieser Ressourcenverschwendung etwas anderes.

Manfred Wahl Zetel

Angesichts der Klimadebatte mit CO2-Steuer und E-Autos ist es für mich unverständlich, warum immer größere und umweltfeindlichere Pkw gebaut und zugelassen werden. Warum wird die Kfz-Steuer nicht nach den tatsächlich gemessenen Abgaswerten berechnet? (...) Denn es hat sich ja herausgestellt, dass der Bordcomputer anscheinend in vielen Fällen manipuliert werden kann, teilweise sogar mit Zustimmung der Politik und der Pkw-Hersteller. Und warum wird bei der Kfz-Steuer nicht auch die PS-Leistung (sorry, KW-Leistung) mit eingerechnet? 200 PS und mehr sind bei unserem Straßennetz einfach nicht erforderlich, und würden bei höherer Kfz-Steuer wahrscheinlich auch weniger gefahren werden. Außerdem: Wenn die Pkw nicht immer größer würden, brauchte man auch viele Parkhäuser nicht umbauen und könnte auch auf den Parkplätzen den Parkraum sinnvoller anbieten.

Achtung – Ironie: Natürlich darf ein anderes psychologisches Argument nicht außer Acht gelassen werden. Immer mehr Personen werden immer dicker. (...) Wie ich vor kurzem auf einem Parkplatz sehen konnte, als eine dicke Person (Geschlecht spielt keine Rolle) an einem „normalen“ Pkw und einem SUV vorbeiging. Ich schloss für mich eine Wette ab, dass diese Person wohl zu einem SUV passen würde. Neben ihrem SUV wirkte die Person nicht mehr so umfangreich.

Johann Zimmermann Hude

Vorab: Ich fahre keinen SUV, sondern eine in den Augen vieler Umweltaktivisten ebenso böse 5er BMW-Limousine. Auf der anderen Seite fahre ich durchaus kurze Wege mit dem Rad oder gehe zu Fuß. Der in der Karikatur von Haitzinger vermittelte Eindruck, SUV-Fahrer seien rücksichtslose (...) Menschen, kann nicht unwidersprochen bleiben. (...)

In meinem Umfeld gibt es etliche SUV-Fahrer (...). Jeder von ihnen hatte seine eigenen Gründe, sich ein solches Fahrzeug zuzulegen, angefangen von der Optik über das Platzangebot bis hin zum besseren Einstieg und besserer Übersicht.

(...) Das ist meines Erachtens der entscheidende Punkt: Ein Auto, egal ob SUV, Pkw, Lkw oder sonst etwas, macht immer nur das, was sein Fahrer (m/w/d) sagt oder tut. (...) Sicher gibt es Leute, die mit ihren großen SUV Eindruck schinden wollen, aber auch die wollen eigentlich nur von A nach B kommen. (...) Auf der anderen Seite muss ich zugeben, dass es schon ein Ärgernis ist, wenn die Helikopter-Eltern ihre Kinder mit dicken SUVs etc. zur Schule oder zum Kindergarten bringen oder von da holen und sich dann auch noch über den vielen Verkehr beschweren. Mich hat keiner zur Schule gebracht und auch mein Sohn ist gelaufen oder mit dem Rad gefahren. (...) Nachgedacht werden muss über Pendlerparkplätze sowie kostenlose Park- und Ride Plätze. Der ÖPNV muss billiger werden. (...) Es gibt viele Punkte, wo man ansetzen kann, (Ampelschaltungen, Parkplätze Innenstadt, evtl. Einbahnstraßen u. a.) um die Verkehrs- und Umweltsituation zu verbessern. (...)

Im Übrigen stelle ich für mich (jetzt fast 70 Jahre alt) fest, dass jegliche Debatten- und Streitkultur verloren gegangen ist.

Klaus Borkowski Oldenburg

Das Geschrei um die SUVs hat denselben Hintergrund wie der um die sogenannten Kampfhunde. Die hat man auch verteufelt, weil sie Leute gebissen haben. Aber warum taten sie das? Weil menschliche Angebertypen sie so erzogen haben. Die kamen nicht als Kampfhunde auf die Welt.

Die SUVs werden seit dem bedauernswerten, schrecklichen Unfall als Panzer und Dreckmacher diskriminiert, als unfallträchtige schwere Geschosse und so weiter. Der fragliche Unfall wird sich nicht als gewollter Rennvorgang oder wahnsinniger Überholvorgang eines Wichtigtuers entpuppen, der aus dem Ruder lief, sondern als technischer oder gesundheitlicher Grund. Und solche Unfälle geschehen leider des Öfteren auch mit normalen Pkw.

Wilfried Lührs Ganderkesee

Es ist schon sehr populistisch, wenn die DUH und die Grünen jetzt ein Fahrverbot für SUVs in Innenstädten fordern. Da die Grünen in diesem Zusammenhang sogar von Panzern sprechen, sollten sie vielleicht als erstes auf ihre durch Panzerglas und verstärktes Blech gepanzerten, oftmals tonnenschweren Dienstfahrzeuge für Minister, Fraktionsvorsitzende oder ähnliches verzichten und mit dem Fahrrad durch die Innenstädte fahren. Dann nehme ich sie mit dem Wort „Panzer“ auch ernst. So traurig der Unfall auch ist, verhindern lassen sich solche Unfälle leider nicht. Bei einem Verbot müssten konsequenterweise auch die Lkw aus den Innenstädten verbannt werden, um Anschläge wie am Breitscheidplatz (...) zu vermeiden. (...) Außerdem ergaben meine Recherchen, dass Anschläge, bei denen der Kofferraum mit Sprengstoff gefüllt war, nicht mit SUVs durchgeführt wurden (...). Diese müssten also als potenzielle Tatfahrzeuge ebenfalls verbannt werden. In Stuttgart steht jetzt ein Mann vor Gericht, der mit Tempo 150km/h durch die Innenstadt gerast war und dabei ein junges Paar tötete. Wo bleibt hier die Forderung nach einem Verbot von Fahrzeugen für die Innenstadt, die schneller als 30km/h fahren können (...). Mit Hinweis auf den Klimaschutz bei ihren Verbotsforderungen sollten gerade die Grünen vorsichtig sein, waren sie es doch, deren MdBs 2018 von allen MdBs die weitaus meisten Kilometer mit dem Flugzeug unterwegs waren. Wenn man mit einem Finger auf andere zeigt, zeigen mindestens drei auf einen selbst. Wie immer ist entscheidend, wer am Steuer sitzt. Es sind nicht nur SUV-Fahrer, die während der Fahrt telefonieren, essen, Filme gucken, Herzinfarkte oder epileptische Anfälle erleiden (...).

Peter Büsing Oldenburg

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.