„Wie gefährlich ist der Erreger H5N8?, Oldenburger Land, 14. November

Da fallen in Südkorea hochansteckende Geflügelpest-Viren so einfach vom Himmel. „Vielleicht steckt ein nordkoreanisches Geheimlabor dahinter.“

Mit diesem Virus infizierte und geschwächte Wasservögel fliegen dann Tausende Kilometer nach Europa, um dann hier die in geschlossenen Massentierhaltungsställen untergebrachten Tiere anzustecken. Wunder gibt es immer wieder.

Die infizierten und auch die gesunden Tiere werden dann in einem sehr großzügigen Rahmen aussortiert, getötet und vernichtet. Einen großen Anteil der Kosten und der finanziellen Einbußen der Tierhalter übernimmt die Tierseuchenkasse, die danach wiederum zu einem nicht unerheblichen Teil vom Steuerzahler aufgefüllt wird.

Der Überbestand an Geflügel wird durch diese Maßnahme so reduziert, dass die doch sehr hohen Verkaufspreise für Billigfleisch gehalten werden können. Da passt es auch gut, dass parallel der EU-Agrarkommissar Phil Hogan aktuell beabsichtigt, den Fleischkonsum mit einer 15 Millionen-Fleischwerbung anzukurbeln.

Sicherlich ist die regelmäßige Wiederholung dieses Szenarios in mehrjährigen Abständen reiner Zufall. Da kommt aber doch die Frage auf, wer nun wirklich das Geflügelpest-Virus regelmäßig einschleppt.

Vor der industriellen Massentierhaltung war eine Geflügelpest in diesen Auswüchsen unbekannt.

Frank Poppe Wildeshausen