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NWZonline.de Nachrichten Politik Kommentare & Meinungen Leserbriefe

„Dieselmotoren zu unrecht verteufelt“

26.08.2017
Betrifft: „Politiker reden Diesel schlecht – Motorentechnik als Wahlkampfthema – Kaum noch Sachlichkeit“, Analyse von Thomas Haselier, Meinung, 17. August

Danke für Ihren gelungenen Beitrag am 17. August in der NWZ. Ich denke, dass Sie mit Ihrem Beitrag allen Vielfahrerinnen und -fahrern aus der Seele sprechen. Und das sind wohl die meisten in diesem Land, Berufspendler eingeschlossen. Hat eigentlich jemand von den Fachleuten, die den Diesel verdammen wollen, schon mal ausgerechnet, wie viele Nutzfahrzeug-Triebwerke ausgetauscht werden müssten, wenn der Diesel komplett aus den Städten verbannt werden soll? Was kostet dann das Umladen der Güter auf Elektro-Nutzfahrzeuge, um diese Güter von der Stadtgrenze zu Aldi, Lidl, Netto und Co (und andere) zu transportieren? Ganz zu schweigen von Schwertransporten, Möbeltransporten und Ähnlichem. Welchen logistischen und Kosten-Aufwand erzeugt die Diesel-Verbannung dann eigentlich? Effektive Elektroantriebe für Nutzfahrzeuge mit großem Aktionsradius wird es in naher Zukunft jedenfalls nicht geben. Mit einer bestmöglichen Umrüstung der älteren und neueren Dieselmotoren nach neuesten Erkenntnissen der Technik sollten wir uns bescheiden, bis effizientere und dann wohl auch noch besser gereinigte Antriebstechnologien zur Verfügung stehen. Jedoch sollte der Dieselmotor nicht von heute auf morgen kaputt geredet werden. Jeder Verbrennungsmotor ist eine „Dreckschleuder“. Auch andere Antriebstechniken scheiden Schadstoffe aus. Und im Vergleich zu Turbinen, Schiffsantrieben und Kohlekraftwerken schneidet der Dieselmotor immer noch ausgezeichnet ab. Solange die Brennstoffzellen-Technik nicht ausgereift ist, gibt es zum Dieselmotorenantrieb im Nutzfahrzeugsektor meiner Meinung nach keine Alternative (...).

Rolf Kathe
Westerstede

Sehr gut, Herr Haselier. Ergänzt werden kann Ihre Aufzählung noch durch die Feinstaub-Büroverordnung, von der die NWZ letztens auf der KfZ-Seite berichtete.

Jürgen Fastbinder
Hatten-Sandkrug

Ja, es ist richtig, dass der Betrug um die Abgase des Diesels, hier insbesondere des NOx –Anteils vielschichtig diskutiert wird. Mir fällt dabei auf, dass offensichtlich ausschließlich Pkw-Diesel betrachtet werden, die Lkw sind ebenfalls mit Dieselmotoren ausgestattet und werden nur im Nebensatz erwähnt. Auf längere Sicht wird sich die Nutzung von Verbrennungsmotoren erheblich reduzieren und nur noch dort eingesetzt, wo gegebenenfalls andere Möglichkeiten nicht gegeben sind. Als Lösungsansätze zukünftiger Mobilität wird gefordert, mehr Güter auf die Schiene und auf das Wasser zu bringen. Fahrzeuge sollen mit E-Motoren ausgestattet werden, zunächst mit 40 Prozent der Neuzulassungen. Nebenbei bemerkt wird bei der Diskussion gern darauf verzichtet, die Umweltprobleme bei der Herstellung von Batterien, der Gewinnung der erforderlichen Rohstoffe und spätere Entsorgung ernsthaft zu berücksichtigen.

Die Infrastruktur für Stromtankstellen muss dann massiv ausgebaut werden. (...) Der elektrische Energiebedarf für rund 45 Millionen zugelassener Kraftfahrzeuge dürfte erheblich sein und mit den heutigen Netzen nicht zu realisieren. Bei Fortfall der vorhandenen Kohlekraftwerke ist zusätzlicher Bedarf an CO2 freien Kraftwerken (Wind etc.) erforderlich. Wo sollen die Trassen für die 380-KV-Leitungen verlaufen? Mehr Güter auf die Schiene klingt gut, ich erinnere an die Probleme der Anbindung des Jade-Weser-Ports, gleiches gilt für den Ausbau von Wasserstraßen. Wenn wir die Mobilität nicht einschränken wollen, dann müssen wir auch bereit sein, uns beeinträchtigende Infrastrukturmaßnahmen zu akzeptieren. (...)

Peter Kellermann-Schmidt
Bad Zwischenahn

Seit Beginn der ganzen Diskussion bzgl. des „Dieselskandals“ ist der Artikel vom heutigen Tage in der NWZ der erste wirklich ernsthafte! Hier sind die Fakten aufgeführt und es werden nicht irgendwelche Spekulationen verbreitet. Hierfür beglückwünsche ich Sie ausdrücklich.

Gerade die Vergleiche in Bezug auf „Freudenfeuerwerke“ und so weiter sowie der Hinweis auf die Kohlenmonoxid Grenzwerte waren genial. Man kann Ihnen nur absolut zustimmen.

Was ich derzeit überhaupt nicht begreifen kann, ist die Tatsache, dass die (deutschen) Automobilkonzerne aus dieser Betrugsaffäre auch noch ihren Profit ziehen wollen. Sie bieten jetzt neue Fahrzeuge mit Benzinmotor im „Tausch“ für Dieselfahrzeuge an und machen dann vermutlich unter dem Strich auch noch ein Super-Geschäft! Wie erbärmlich ist das denn?

Ein weiterer Fakt ist, dass die bundesdeutschen bzw. europäischen Behörden den manipulierten Motoren die Zulassung erteilt haben. Wo, bitte schön, finden denn hier die Kontrollen statt?

Claus Jürgens
Oldenburg

Ihr Artikel vom 17.08.2017 in der NWZ hat mich beim Lesen beeindruckt. Die Kritik am Dieselmotor halte ich ebenfalls für sehr fragwürdig. Ich frage mich, wie soll es eigentlich mit dem Güterverkehr auf der Straße in Zukunft weitergehen? In den letzten zehn Jahren ist an den Verbrennungsmotoren zu wenig Entwicklungsarbeit in allen Richtungen erfolgt. Die Reinigungsmöglichkeiten der Verbrennungsmotoren sind noch lange nicht ausgeschöpft. Hier könnte zum Beispiel die Lasertechnologie noch vieles bewirken, um die Reinigung der Abgase auf Null zu bringen. Es müssen den Hochschulen und Forschungsinstituten nur die nötigen finanziellen Mittel zur Entwicklung und Forschung vom Bund und der Industrie bereitgestellt werden. Durch meine berufliche Tätigkeit im Kraftfahrzeugbereich habe ich die Motorenentwicklung in den letzten 50 Jahren hautnah miterlebt. Es ist zum Beispiel auch gelungen, den Benzinverbrauch der Fahrzeuge erheblich zu senken und die Standfestigung der Motoren zu erhöhen. Wir sollten eins nicht vergessen, der Wohlstand der Bundesrepublik hängt mit der Motorisierung, Mitte der fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts, zusammen.

Wolf-Rüdiger Temp
Zetel

Besser und präziser kann man den Sachverhalt zu dem Thema Dieselfahrzeuge nicht darlegen. Sie haben die Sache punktgenau analysiert.

Manfred Lindemann
Barßel

Warum erscheint ein derart sachlicher Text erst jetzt?

Was steckt wirklich hinter dem Dieselskandal? Nun, der Dieselskandal zerfällt eigentlich in zwei Teile:

1. Diverse Firmen, VW voran, haben bei den Emissionstests betrogen. (...)

2. Der zweite Teil des „Skandals“ ist dagegen weit bedeutender. Man stellte fest, dass auch bei anderen Herstellern, die keine solche Technologie einsetzten, die Emissionswerte im realen Verkehr deutlich über denen im Labor lagen. Was durchaus nicht illegal ist. Die Hersteller haben ihre Fahrzeuge eben auf die Testsituation im Labor (die ja im Gesetz referenziert wird) optimiert, sie waren nie angehalten diese Werte auch auf der Straße zu erreichen.

Werfen wir einen Blick auf die Grenzwerte

Es gibt einen MAK-Wert (maximale Arbeitsplatzkonzentration) für NO2. Er beträgt 950 µg/m³. Während man also dem Werktätigen tagtäglich 950 µg/m³ NO2 zumuten kann, ohne gesundheitliche Folgen befürchten zu müssen, ist der Städter schon überfordert, wenn er an wenigen stark befahrenen Stellen im Jahresschnitt 40 µg/m³ NO2 ausgesetzt ist. (...)

Der sogenannte Dieselskandal ist eine Phantomdiskussion. Ich frage mich mittlerweile, warum ich noch lebe, aufgewachsen in den 50er Jahren, Kohleheizung war normal, Abgasreinigung gab es nicht.

Heute: Die Luft ist reiner geworden, der Gehalt an NOx sinkt ständig. Fahrverbot? Das wird lustig, wenn Tausende von Lkws nicht mehr durch Deutschland fahren dürfen, um ihre Waren zu liefern. Angerichteter Schaden: Enorm, was den Wertverlust der Dieselfahrzeuge angeht. Vertrauensverlust in die Politiker, die kritiklos irgendwelche Grenzwerte akzeptieren: Enorm. Vertrauen in die Ingenieure der deutschen Autobauer? Ja, auf jeden Fall. Vertrauen in deutsche Politiker: Das geht bei bestimmtem Themen langsam gegen Null.

Ulrich Heinemann
Oldenburg

Betrifft: „Quote ist Rahmen“, Kommentar von Ferdinand Dudenhöffer zur Pflichtquote für Elektroautos, Meinung, 16. August

Hallo, Herr Professor. Es erstaunt mich immer wieder, wie Sie mit Unwahrheiten und Halbwahrheiten in der Dieselkrise argumentieren. Wahr ist nur, dass die Autoindustrie mithilfe der Bundesregierung die Bürger betrogen hat. Als erstes ist doch wohl festzustellen, dass Elektromobile nur eine Zwischenlösung sein können. Die katastrophale Ökobilanz der Elektromobile und die begrenzte Rohstoffsituation bei Beschaffung der Batterien sowie die Entsorgung sind ein ungelöstes Problem. Die Umweltbelastung bei der Stromerzeugung ist ja auch nicht gering. Wie ist es zu verstehen, dass Sie die Stickoxide und den Feinstaub in einen Topf werfen? Feinstaub wird doch wohl durch alle Fahrzeuge erzeugt.

Unfassbar dreist ist wohl Ihre Aussage (bei n-tv), dass dem Staat bezogen auf Diesel-Pkw 400 Milliarden Euro durch Steuerausfälle entstanden sind. Das ist sehr dreist, diese Milliarden beziehen sich auf den ganzen Dieselverbrauch (Lkw, Busse, Schiffe, usw.).

Außerdem wird Diesel nicht subventioniert, sondern nur geringer besteuert, das müssen Sie doch wissen? Bei Diesel-Pkw kommt dann eine höhere Kfz-Steuer dazu. Um diesen Nachteil auszugleichen, muss ein Diesel-Pkw 15 000 Kilometer fahren. Diesen Wert erreichen aber nur zehn Prozent der Diesel-Pkw. Warum also Ihre unrichtige Argumentation? Die Diskussionen über alternative Kraftstoffe fällt ganz unter den Tisch.

Wolfgang Ritter
Brake

Ob mit Diesel- oder Elektroantrieb: die erkennbaren Probleme sollten Anlass sein, mal über unsere Wirtschaft nachzudenken.

Die Wirtschaft lebt vom Ressourcenverbrauch, das heißt: chemische Stoffe, fossile und atomare Energieträger werden aus dem unterirdischen Bereich ans Tageslicht befördert und oberirdisch verarbeitet.

Leider führt aber alles, was mit Energieumwandlung zu tun hat, physikalischen Gesetzen folgend, zum „Endprodukt Wärme“ mit dem bekannten Einfluss auf das Klima. Aber dadurch wird unsere eigentliche Lebensgrundlage (Acker, Wasser, Luft) flächenmäßig eingeengt und verunreinigt.

Es werden immer noch Fachkräfte gesucht für den technischen und IT-Bereich (aber auch von Politikern gefordert) – sie dienen letztlich nur der Verschärfung der Probleme. Unter diesen Umständen wäre es sinnvoller, zum Beispiel Nachwuchs für den Gemüse- und Obstanbau zu fördern und die benötigten Ackerflächen bereitzustellen, damit das dazugehörige Know-how zum wichtigsten Teil der Lebensmittelerzeugung nicht verloren geht (...)

Die Wirtschaft hat uns eine hohe Mobilität beschert, wobei der eigene Körper eher zu wenig bewegt, aber auch in besonderer Weise überfordert wird. Die Gesundheit lässt grüßen – mit entsprechenden Kosten!

Jürgen Hülsmann
Friedrichsfehn

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