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Diskussion um Wissenschaftsminister Lutz Stratmann

Betrifft:

Berichte zur politischen Zukunft des CDU-Wissenschaftsministers Lutz Stratmann (Oldenburg) nach der Landtagswahl.

Die Oldenburger sollten sich über die Parteien hinweg dafür einsetzen, dass Lutz Stratmann Minister für Wissenschaft und Kultur bleibt. Er hat dieses Amt nicht nur hervorragend geführt, sondern sich auch um einen Ausgleich unter den niedersächsischen Hochschulen bemüht.

Auch der Kultur im Oldenburger Land war Minister Stratmann sehr zugewandt. Nach der Auflösung der Bezirksregierungen hat er zum Beispiel die regionale Kulturförderung auf die Landschaften übertragen, die diesen Aufgaben mit Kompetenz und Engagement zur Zufriedenheit aller nachkommen. Diese Entscheidung seinerzeit in Hannover durchzusetzen, war nicht einfach.

Diesmal waren es – zumindest in der Stadt Oldenburg – kommunalpolitische Themen, die für den Wahlausgang verantwortlich waren. In der Kommunalpolitik hat Lutz Stratmann – gewollt oder ungewollt – Entscheidungen zu verantworten, die der Wähler entweder nicht verstehen konnte oder die ihn sogar erheblich verärgert haben.

Die Auseinandersetzungen um das ECE sind uns alle noch gegenwärtig. In diesem Kontext hätte ich mir ein stärkeres Zugehen auf die Oldenburger Bürgerinnen und Bürger gewünscht. Wer sich für die Stadt Oldenburg und das Oldenburger Land weiter eine gute Entwicklung wünscht, muss hoffen, dass Christian Wulff als Ministerpräsident Lutz Stratmann wieder zum Minister für Wissenschaft und Kultur beruft.

Horst-Günter Lucke

Oldenburg

Habe ich mir schon gedacht. . . So schnell wird man einen Volksvertreter wohl nicht los. Die Landtagswahl ist eine Woche her und schon versucht die CDU, das Wahlergebnis nach ihrem eigenen Willen zu interpretieren. Dabei gibt es eigentlich keinerlei Möglichkeiten einer Fehlinterpretation: Die Oldenburger wollen in der Mehrheit Herrn Lutz Stratmann nicht mehr im Landtag haben!

Aber was wissen schon die Bürger, was gut für sie ist? Was interessiert eine Partei ein Wahlergebnis? Da wird getrickst und gemauschelt, da wird der Wähler übers Ohr gehauen; wohl wissend, dass das Volk bis zur nächsten Wahl alles wieder vergessen hat.

Darf ich Vertrauen haben, dass Herr Stratmann die richtige Entscheidung trifft und sich nicht mehr für den Landtag und einen Ministerposten zur Verfügung stellt?

Das Gegenteil würde mich auch nicht wundern, hat doch schon die Wahl und die Einlösung des Wahlversprechens zur Oberbürgermeisterwahl in Oldenburg zu Erstaunen geführt.

Rolf Lüdecke

Oldenburg

F

Nach einigem Zögern nun doch ein Leserbrief, „wat mut, dat mut“: Kontinuität in der Wissenschaftspolitik Niedersachsens und die angemessene Vertretung Oldenburger Interessen in der Landesregierung sind zu wichtig, als sie nach gelaufener Landtagswahl noch lange unkommentiert dem parteipolitischen Nahkampf zu überlassen.

Ich habe Verständnis, dass es festgelegte Wähler mit langfristiger Bindung an eine Partei gibt. Und ich habe auch ein gewisses Verständnis, dass es ungebundene Wechselwähler gibt, die bei der jüngsten Landtagswahl nicht der Versuchung widerstehen konnten, den Kandidaten Lutz Stratmann wegen kommunalpolitischer Themen „abzustrafen“. Aber ich habe kein Verständnis, wenn nun nach der Wahl bei einem erfolgreichen Minister noch lange nachgetreten wird. Wer noch eine Rechnung seit der OB-Wahl mit dem CDU-Kreisvorsitzenden offen hatte, sollte spätestens mit dem deutlichen Ergebnis der Landtagswahl in unserer Stadt sein emotionales Gleichgewicht wiedergefunden haben.

Im Klartext: Wenn der Ministerpräsident Herrn Stratmann wieder als Wissenschaftsminister in sein Kabinett beruft, ist das eine gute Nachricht für alle Oldenburger – auch für die, die ihm nicht ihre Stimme gegeben haben.

Insofern wünsche ich mir wie viele Bürger unserer Stadt einen Schlussstrich unter die seit Herbst 2006 und damit schon zu lange dauernde Diskussion um politische Verrechnungsebenen. Die Förderung von Wissenschaft als wichtigstem Pfeiler für unsere Zukunft und ein dafür kämpfender Minister haben jetzt unser aller Unterstützung auch über Parteigrenzen hinweg verdient.

Prof. Dr. Dr. h.c. H.-Jürgen Appelrath

Oldenburg

F

Wer wählt, will Wirkung Wozu hat man das Wählen erfunden? Damit wir „einfachen Leute“ die Möglichkeit haben, auf die Dinge einzuwirken. Genau das ist bei der Landtagswahl geschehen. Vorher war Herr Stratmann im Landtag und dazu noch Minister. Da hat er uns im NWZ

-Forum erklärt: „Wenn ich den Wahlkreis nicht direkt gewinne, werde ich nicht mehr Minister sein können.“ Dann hat eine Mehrheit entschieden, dass Herr Stratmann den Wahlkreis nicht wieder gewinnt – und erwartet nun, dass (wenigstens diesmal) nach der Wahl das gilt, was vorher angekündigt wurde. Dass also Herr Stratmann künftig nicht mehr Minister sein wird. Dass wir mit der Wahl eine Wirkung erzielt haben. Denn sonst hätten wir genauso gut zu Hause bleiben können. Wenn sich seine Oldenburger CDU (oder sonst wer) jetzt doch wieder für eine Rückkehr von Herrn Stratmann an den Kabinettstisch stark macht, missachtet sie (einmal mehr) das demokratische Votum einer Wahl.

Herr Stratmann habe angeblich so große Dinge für Oldenburg und vor allem die Uni geleistet. Wir haben ihn (trotzdem) abgewählt und sind uns dabei der Konsequenzen sehr wohl bewusst gewesen. Ich bin (noch) ganz zuversichtlich, dass Herr Stratmann am Ende doch keine Lust haben wird, als „brutalstmöglicher Wahlbetrüger“ in die Oldenburger Geschichte einzugehen, und zu seinem Wort steht. Er weiß doch, dass er sonst weder sich noch seiner Partei einen Gefallen tut.

Elke Kroniger

Oldenburg

F

Mit der Sanierung des Oldenburger Kunstvereins hat die zeitgenössische Kunst in Oldenburg im vergangenen Jahr ein neues und modernes Forum gefunden. Diesen Erfolg verdanken wir zu großen Teilen der bürgernahen und unbürokratischen Unterstützung unseres Ministers Stratmann. Bei aller sonstigen Kritik darf man nicht vergessen: Lutz Stratmann ist als Landesminister für die Landespolitik zuständig. Oldenburg ist auf dem besten Weg zu einer modernen Stadt, die von Wissenschaft, Forschung und Kultur geprägt ist. Ohne die richtige Weichenstellung in der Landespolitik wäre das nicht möglich gewesen. Daran muss nun weiter gearbeitet werden. Jetzt ist nicht die Zeit für Denkzettel, sondern für Kontinuität.

Gertrude W.-Pleister

Bad Zwischenahn

F

Was habe ich schon an Versatzstücken gehört von Politikern! Wenn sie gut sind, warum nicht? Aber der Oldenburger Lutz Stratmann, Wissenschafts-Minister in Hannover, kommt immer noch ohne sie aus, auch ohne Manuskript, das er zwar bei sich hat, aber kaum hineinsieht. Er muss bei allen möglichen Gelegenheiten ein paar Worte sagen – muss er nicht, tut er aber – und er hat immer was zu sagen. Ob es bei der Neu-Eröffnung des Braker Schifffahrtsmuseum ist, bei einer Zeppelin-Ausstellung, bei Geburtstagen verdienter Zeitgenossen: Er ist da, er ist orientiert, er kommt auf den Punkt. Und der Punkt ist: Wissenschaft und Kultur sind Ländersache. Stratmann ist keiner, der die Kultur vertritt, bis sie nicht mehr aufsteht. Bei ihm ist sie kompetent aufgehoben. Oldenburg hat einen guten Fürsprecher in Hannover. Kein Versatzstück bitte!

Dr. Helmuth Steenken

Oldenburg

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