Man sollte sich hüten, etwas zu verallgemeinern. Aber als die USA nach den Geschehnissen am 11. September ihren Kampf gegen den Terrorismus erklärten, sorgten sie dafür, dass gleichzeitig eine weltweite Hysterie ausbrach. Die Folgen, auch für Deutschland, sind bekannt (Zur Erinnerung: Brakes Hafen wurde eingezäunt). Nun wollen einige US-Staaten, die Helfer, die aus den betroffenen Ebola-Ländern kommen, für drei Wochen in Quarantäne stecken. Solche Entschlüsse sind, gelinde gesagt, fragwürdig. Fachleute, auch die gibt es in den USA, kamen wohl nicht zu Wort. (...)
Die in den westafrikanischen Staaten an Ebola Erkrankten sollten dort vor Ort behandelt werden und nicht in andere Staaten, zum Beispiel in die USA und nach Europa, per Sonderflug verlegt werden.
Die Ansteckungsgefahr mit diesem gefährlichen, oft tödlichen Virus ist sehr groß. Diese Seuche könnte sich auf der restlichen Welt verbreiten. Die Fälle in den USA und in Spanien zeigen doch, dass die Schutzmaßnahmen nicht immer sicher wirken. Die immensen Kosten, die durch die Sonderflüge der Erkrankten entstehen, sollten lieber für die Behandlung in den betroffenen Ländern verwendet werden.
Ebola muss schnellstens eingedämmt werden, um eine weltweite Ansteckung zu verhindern. Dafür ist es – leider – notwendig, die Grenzen der betroffenen Länder zu schließen und für eine gewisse Zeit keine Ausreisen zuzulassen. Dazu sollten für Personen aus den betroffenen Ländern Einreiseverbote erfolgen. Es ist zu befürchten, dass durch andere Maßnahmen eine weitere Verbreitung von Ebola nicht verhindert werden kann.
