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NWZonline.de Nachrichten Politik Kommentare & Meinungen Leserbriefe

Einfach nicht mehr krank werden

06.01.2018
Betrifft: „Was tun gegen Landarztmangel?“, Niedersachsen, 28. Dezember

Sehr geehrter Herr Stephan, Ihnen ist bezüglich des Artikels kein Vorwurf zu machen. Sie geben die von Politik, Kassen und Krankenversicherungen verbreiteten offiziellen Ursachen dieses bedauernswerten Zustandes wider.

In Wirklichkeit gibt es ganz andere Gründe: Durch den Numerus clausus schaffen es seit vielen Jahren viel mehr Frauen als Männer, einen Studienplatz zu bekommen (einfach fleißiger in der Schule gewesen?). Auf jeden Fall schaffen in der Relation das dritte Staatsexamen dann noch mehr Frauen. Alle, die nicht schon in die Wirtschaft oder zu den Krankenkassen oder wo auch immer hin abgewandert sind, haben dann nach der Weiterbildung im Krankenhaus die Wahl: dort bleiben, einen mittlerweile hervorragend bezahlten Job als Oberarzt zu machen – oder selbstständig (beziehungsweise angestellt) in einer Praxis zu arbeiten.

Wer geht dann in die Praxis? Niemand, der ein halbwegs kalkulierbares Einkommen haben will! Sondern eben Frauen, die nicht darauf angewiesen sind, eine Familie ernähren zu müssen und lieber halbtags oder weniger ein paar Patienten versorgen wollen. Und diese Frauen gehen dann natürlich nicht in eine Landarztpraxis. (...)

Lösung: Abschaffen des Numerus clausus (gerichtlich schon angeordnet). Bezahlung der Ärzte in den Praxen auf einem Niveau, dass den Betrieb wieder wirtschaftlich macht. Wahrscheinlich ist aber alles zu spät – und man darf einfach nicht mehr krank werden.

Dr. med. Christian Schoch
Oldenburg

Betrifft: „Kassen kritisieren Ungleichheit – Monatspauschale für gesetzlich und privat versicherte Hartz-IV-Empfänger variiert“, Nachrichten, 30. Dezember

Die Kritik an der Ungleichheit zwischen privaten und gesetzlichen Kassen, bei der der Staat für Hartz-VI-Empfänger bei gesetzlichen Krankenkassen nur 97 Euro€ zuzahlt, dagegen bei privaten Kassen 341 Euro€ zuschießt, ist völlig berechtigt. Es ist jedoch nur die Spitze des Eisbergs, und bei den Mängeln handelt es sich nicht nur um die unterschiedliche Qualität der Gesundheitsversorgung. Ungerecht ist das ganze System.

Warum eigentlich müssen alle Durchschnitts- und Geringverdiener bis zu einem Monatseinkommen von circa 4800 Euro € in das soziale System der gesetzlichen Kassen einzahlen, während Reiche und Besserverdiener mit mehr als 4950 Euro€ im Monat nicht solidarisch einzuzahlen brauchen? Es ist extrem ungerecht, dass Normalverdiener den Ärmeren helfen müssen, die Reicheren aber nicht.

Warum steht diese Ungleichbehandlung nicht im Mittelpunkt der aktuellen Debatte um die Krankenversicherung? Liegt es etwa daran, dass die große Mehrzahl der Bundestagsabgeordneten (...) das Privileg der privaten Versicherung genießt?

Warum gelten nicht für die privaten Krankenversicherungen die gleichen Bedingungen wie für die gesetzlichen? Oder warum müssen die privaten Versicherungen der Reichen nicht mindestens einen angemessenen Ausgleichsbetrag an das Solidarsystem der gesetzlichen Versicherungen zahlen?

Werner Gieselmann
Oldenburg

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