„Es besteht noch kein Anlass, in Panik oder gar in Aktionismus zu verfallen“, so der Kommentar. Das kann ich ja noch unterschreiben. Jedoch meine ich, dass ein Rückgang (auch auf der Wirtschaftseite Schrumpfen genannt) der Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent nicht erheblich ist.
Unser Wirtschaftswachstum erfolgt zum Teil auf Kosten der Natur und auch zu Lasten von Entwicklungsstaaten. Bis wohin verkraftet unsere einmalige Erde eine Wirtschaft, die immer weiter wächst?
Warum also müssen Volkswirtschaften immer wachsen? Darf es nicht auch mal Null-Wachstum sein? Uns geht es gut. Warum muss es uns immer besser gehen? Die Gewinne fließen sowieso in erster Linie Wenigen zu, die gar nicht so genau wissen, was sie mit dem Geld machen sollen.
Middelhoff ist da doch ein wunderbares Beispiel. Er hatte ein Schiff steuermindernd gechartert und im Mittelmeer liegen lassen. Ob er es je genutzt hat, habe ich nicht in Erfahrung bringen können. Dann, wo er fast (?) pleite war, hing ihm das Ding wie ein Klotz am Bein.Uns Otto-Normal-Bürger trifft jedenfalls ein Rückgang um 0,2 Prozent wenig. Und Null-Wachstum würden wir noch überstehen.
(...) Mit weniger Wachstum verbliebe uns etwas mehr Zeit zur Entschleunigung unseres Lebens, für die eigentlich wichtigen Dinge. Nehmen wir doch die Hinweise endlich wahr, die uns täglich begegnen, so wie das Lied „Nichtsnutz“ von Judith Holofernes: „(...)Alles, was man machen kann, mach ich nicht.“
